FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank
Zudem plane die Unicredit, die in Deutschland bereits mit der Hypovereinsbank (HVB) aktiv ist, für den Fall einer Übernahme weitere Einsparungen von 800 Millionen Euro an Personal- und Sachkosten. Dazu müssten nach Ansicht der Commerzbank-Spitze weitere 3.000 bis 4.000 Vollzeitstellen gestrichen werden.
Das Einsparpotenzial bis zum Jahr 2028 bei der Commerzbank beziffert die Unicredit auf 1,3 Milliarden Euro. Die Frankfurter bezeichnen diese Schätzung als "sehr aggressiv". Damit die Kürzungen tatsächlich 2028 wirksam würden, müssten sie innerhalb eines halben Jahres nach einer Übernahme im Jahr 2027 umgesetzt werden. Dabei gebe es ein hohes Ausführungsrisiko. Zudem drohten der Commerzbank in diesem Fall immense Ertragseinbußen.
Kurz vor dieser Darstellung hatte die Commerzbank selbst angekündigt, bis zum Jahr 2030 zusätzlich zu bereits angekündigten Einsparungen konzernweit etwa 3.000 Vollzeitstellen zu streichen.
Gegenüber den heutigen Anteilseignern wirbt die Commerzbank-Spitze mit der Aussicht auf einen deutlich steigenden Aktienkurs, wenn sie eine Übernahme durch die Unicredit verhindern könne. "Das Angebot von Unicredit bewertet die Commerzbank deutlich unter ihrem Wert." Die Aktionäre der Commerzbank würden von der Unicredit aufgefordert, auf Wertsteigerungspotenzial und Kontrolle zu verzichten, ohne dafür eine Prämie zu erhalten./stw/ben/DP/stw