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Aktien Frankfurt: Schwach - Fragezeichen hinter Waffenruhe in Iran

08.05.2026
um 14:59 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Kriegssorgen rund um den Iran belasten am Freitag die deutsche Börse. Der Dax sank am Nachmittag um 0,93 Prozent auf 24.434 Punkte und entfernte sich damit von der Marke von 25.000 Zählern, die er zur Wochenmitte erstmals seit Ausbruch des Iran-Kriegs zeitweise klar überschritten hatte.

Der MDax mit den mittelgroßen Werten gab am Freitag um 0,81 Prozent auf 31.304 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,8 Prozent.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird zurzeit auf die Probe gestellt: Zwischen den Kriegsparteien war es in der vergangenen Nacht wieder zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe. Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht wachsende Risiken für den jüngst KI-getriebenen und zunehmend sorglosen Markt, wenn der Iran-Konflikt ungelöst bleibe.

Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts ließ die Anleger am Nachmittag eher kalt. Die Beschäftigtenzahl in den Vereinigten Staaten stieg im April stärker als erwartet. Der Lohnzuwachs fiel etwas geringer aus als angenommen.

In der Berichtssaison ging es nach einigen heißen Tagen am Freitag gemächlicher zu. Quartalszahlen veröffentlichte die Commerzbank , die zurzeit vor allem wegen der Übernahmeofferte der italienischen Unicredit im Fokus steht. Das Frankfurter Institut hob seine Prognosen an. Die im Dax notierten Anteile gaben dennoch um 2,5 Prozent nach. Die Analysten der kanadischen Bank RBC sprachen von ambitionierten Zielen.

Aus dem MDax berichteten der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones , der IT-Dienstleister Bechtle und der Chemiekonzern Evonik über das abgelaufene Quartal. Bechtle gewannen zuletzt nur noch 1 Prozent nach anfangs stärkerem Zuwachs. Das Analysehaus Jefferies lobte den guten Jahresstart mit starker Nachfrage der öffentlichen Hand in Deutschland. Evonik legten um 2,8 Prozent zu. Krones gaben um 0,9 Prozent nach.

Rheinmetall verloren nach dem Kursrutsch am Vortag 7,8 Prozent. Der seit Januar intakte Abwärtstrend setzt sich damit fort. Analyst David Perry von JPMorgan, der bei Rheinmetall bislang Kursrücksetzer stets als Kaufgelegenheit sah, kappte nun sein Kursziel von 2.130 auf 1.500 Euro und stufte die Papiere von "Overweight" auf "Neutral" ab.

Unbeirrt auf Rallykurs befinden sich die Aktien des Waferherstellers Siltronic , die am Freitag rund 5 Prozent gewannen. Vom KI-Boom voll erfasst, haben sie sich seit Anfang April fast verdoppelt./ajx/he

Infront DE 40

WKN 846900 ISIN DE0008469008

Infront DE Mid

WKN 846741 ISIN DE0008467416
Infront DE Mid Chart
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