ESSEN (dpa-AFX) - Der Energieversorger Eon
Die Eon-Aktie legte in einem schwachen Gesamtmarkt um gut ein Prozent zu, zuletzt reduzierte sich das Kursplus etwas. Seit Jahresbeginn steht ein Wertzuwachs von gut 12 Prozent zu Buche.
Zum Kaufpreis für Ovo wurden keine Angaben gemacht. Allerdings hatten Analysten während der laufenden Spekulationen in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass Ovo seit Jahren Marktanteile verliere und dringend Geld brauche, um die regulatorischen Mindeststandards einzuhalten. Die US-Bank JPMorgan hatte daher mit einem "relativ günstigen Kaufpreis" gerechnet.
Durch die Übernahme steigt die Kundenzahl des Dax
Eon hatte in der Vergangenheit den britischen Energiemarkt in einigen Aspekten häufig als Vorbild genannt. Durch den dort geltenden Preisdeckel können Verbraucher etwa vor extremen Preisschwankungen geschützt werden und Energiekonzerne ihre Kosten besser abbilden. Der Preisdeckel wird einmal im Quartal angepasst.
Auch gilt der britische Energiemarkt als verhältnismäßig digitalisiert. Ein Großteil der Haushalte sind mit intelligenten Messsystemen ausgestattet, während hierzulande der Ausbau nur schleppend vorangeht. Mit solchen Systemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben.
Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern, was insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energieerzeugung eine wichtige Rolle spielt./lew/men/jha/