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Aktien Frankfurt: Schwacher Wochenausklang - Hohe Ölpreise, schwache Techs

15.05.2026
um 11:49 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Inflations- und Zinssorgen trüben vor dem Wochenende die Stimmung unter den Aktien-Anlegern und drücken die Indizes am deutschen Aktienmarkt nach unten. Eine Lösung im Iran-Krieg lässt auf sich warten, weshalb die Öpreise auf hohem Niveau bleiben. Im Technologiesektor kam es zu Gewinnmitnahmen, im Rohstoffsektor standen Edelmetalle und Industriemetalle unter Druck. Letztlich hatten sich die Anleger wohl auch von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking mehr erwartet. Trump befindet sich inzwischen wieder auf der Rückreise.

Der Dax verlor am Freitag gegen Mittag 1,68 Prozent auf 24.044 Punkte und notiert damit wieder unter der 200-Tage-Linie, die chartechnisch orientierten Beobachtern Hinweise auf den längerfristigen Trend gibt. Auf Wochensicht zeichnet sich für den deutschen Leitindex ein Minus von 1,2 Prozent ab.

Der MDax der mittelgroßen Werte rutschte am Freitag um 2,18 Prozent auf 31.198 Punkte ab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,8 Prozent.

Gewinnmitnahmen drückten die Papiere des Chipherstellers Infineon um 5 Prozent nach unten nach einer Rally mit 80 Prozent Kursgewinn im Jahr 2026. Auch bei Aixtron im MDax machten Anleger Kasse. Heidelberg Materials litten als schwächster Dax-Wert mit minus 5,8 Prozent vor allem unter Konjunktursorgen.

Die Aktien des Rüstungsunternehmens Rheinmetall und des Rückversicherers Munich Re unternahmen auf den vorderen Dax-Plätzen mit Aufschlägen von jeweils mehr als 1 Prozent Erholungsversuche nach zuletzt schwacher Entwicklung.

Der Mobilfunk- und TV-Anbieter Freenet steigerte im ersten Quartal den Umsatz deutlich. Treiber war die Integration von Mobilezone Deutschland sowie ein Wachstum beim Internet-Fernsehprodukt waipu.tv. Die Prognose für 2026 bestätigte der Konzern. Die Aktien gewannen als bester MDax-Wert 1,8 Prozent.

Die Anteile des IT-Dienstleisters Nagarro verloren im Kleinwerteindex SDax über 7 Prozent nach Quartalszahlen. Der schwache Nachfragetrend habe sich fortgesetzt, merkte Analyst Martin Comtesse von Jefferies an./ajx/stk

Infront DE 40

WKN 846900 ISIN DE0008469008

Infront DE Mid

WKN 846741 ISIN DE0008467416
Infront DE Mid Chart
Infront DE Mid Chart

Infront DE Small

WKN 965338 ISIN DE0009653386
Infront DE Small Chart
Infront DE Small Chart