US-Anleihen: Kaum verändert - Widersprüchliche Signale zum Iran-Krieg
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben sich am Montag kaum verändert. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) stieg um 0,01 Prozent auf 109,19 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen lag bei 4,59 Prozent.
Dominiert wird das Geschehen am Anleihemarkt weiterhin durch die Ölpreise und die Lage an der Straße von Hormus. Hier waren die Signale widersprüchlich. Eine Öffnung ist weiterhin nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump droht mit einer Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran. Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein. Ein iranischer Militärsprecher warnte laut Nachrichtenagentur Tasnim, jede neue "Torheit" der USA werde "noch vernichtendere und schwerere Schläge" zur Folge haben.
Am Nachmittag gaben die Ölpreise ihre Gewinne zeitweise ab und die Anleihekurse erholten sich. Spekulationen auf eine Annäherung zwischen dem Iran und den USA waren der Auslöser. Ein iranisches Medienunternehmen berichtete, die Vereinigten Staaten hätten eine vorübergehende Aussetzung der Sanktionen gegen das iranische Öl vorgeschlagen. Dies war eine zentrale Forderung Teherans für die Zustimmung zu einem Friedensabkommen und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Wirkung auf die Ölpreise hielt jedoch nicht lange an und die Anleihekurse gaben wieder nach. Schließlich gab es keine offizielle Bestätigung der USA für die Meldung./jsl/he