FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden Lage im Nahe Osten hat der deutsche Aktienmarkt zum Start in den Börsenmonat Juni keine einheitliche Richtung ausgebildet. Während der Dax
Gegen Mittag notierte der Dax 0,3 Prozent höher bei 25.172 Punkten. In der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex in der Hoffnung auf eine Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran bis auf 25.438 Punkte gestiegen. Diese Aussicht erhielt im Wochenverlauf allerdings keine neue Nahrung, und so entfernte sich der Dax wieder von seinem Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten.
Der MDax
Die iranischen Revolutionsgarden meldeten einen Vergeltungsschlag nach einem US-Luftangriff. Zuvor hatte der Golfstaat Kuwait wegen Luftangriffe Alarm ausgelöst. Das US-Militär hatte am Wochenende eigenen Angaben zufolge Radar- und Drohnenkontrollzentren im Iran bombardiert, nachdem Teheran zuvor eine amerikanische Drohne abgeschossen haben soll. Seit Tagen ringen die USA und der Iran um ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe.
"Der Iran-Konflikt bleibt ungelöst, doch an den Finanzmärkten überwiegt weiterhin die Hoffnung. Während die politische Realität noch von offenen Fragen geprägt ist, richtet sich der Blick der Anleger bereits auf einen möglichen Frieden im Nahen Osten", kommentierte Marktanalyst Timo Emden.
Der Marktstratege Mislav Matejka von JPMorgan sieht für das zweite Halbjahr weiter ein günstiges Verhältnis zwischen Chancen und Risiken am Aktienmarkt. Trotz der Rekorde im MSCI World UCITS und MSCI Emerging Markets Index sei der Markt noch fernab von einer Bewertung für den Optimalfall.
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--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---