FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Alzchem sind am Dienstag auf den höchsten Stand seit 2017, dem Jahr des Börsengangs, geklettert. Der Kurs der Anteile kletterte um bis zu 13 Prozent auf fast 211 Euro. Im laufenden Jahr legten die Papiere des Spezialchemie- und Sprengstoffherstellers nach der Rally der Vorjahre um ein weiteres Drittel zu, während die Branchenkollegen Rheinmetall
Der tschechische Rüstungskonzern CSG (Czechoslokav Group)
Dies änderte sich erst mit dem Boom von Rüstungsaktien seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine Anfang 2022. Nachdem von diesem in den ersten Monaten und Jahren vor allem Aktien von Herstellern wie Rheinmetall profitiert hatten, rückte Alzchem als Zulieferer ab Ende 2023 zunehmend in den Fokus. Seitdem hat sich der Börsenwert Alzchems auf 2,1 Milliarden Euro verachtfacht.
CSG wiederum ist seit dem Börsengang Mitte Januar an der Euronext für die Anleger keine Erfolgsgeschichte. Der Verkaufspreis hatte bei 25 Euro gelegen, Anfang Mai waren sie zwischenzeitlich nur noch 13,62 Euro wert. Aktuell kosten sie wieder 16,30 Euro. Analyst George McWhirter von der Berenberg Bank bleibt allerdings optimistisch und sieht selbst mit seinem am Vorabend auf 30 Euro gekappten Kursziel enormen Erholungsspielraum.
Er setzt auf Verträge mit den USA über Munition und Landsysteme sowie weitere Munitionsverträge in Europa. Gerade den Ausbau der Kapazitäten bei großen Kalibern hält er für entscheidend für eine Neubewertung./ag/stk/zb