STUTTGART (dpa-AFX) - Trotz vieler Probleme haben die Chefs von Volkswagen
In Deutschland sehe man außerdem ein starkes "Start-up-Momentum". Es gebe viele junge Unternehmen, die investierten. Es fehle aber die Bereitschaft zur Industrialisierung, sagte Nedeljkovic. Es sei ein Problem, wenn gute, kreative Köpfe hier ihre Ideen entwickelten, das Land aber verließen, sobald es an die Umsetzung gehe. Diesen Trend müsse man früh erkennen und gegensteuern. Es gehe um Zukunftstechnologien und letztlich Arbeitsplätze. Das funktioniere nur mit besseren Rahmenbedingungen.
Hauptthemen: Geschwindigkeit und Kosten
Volkswagen-Chef Oliver Blume beschäftigt sich demnach jeden Tag mit zwei wesentlichen Themen: Geschwindigkeit und Kosten. Das sei eine Grundfrage der Branche. Man spüre mit aller Härte in anderen Weltregionen: "Da sind uns andere voraus". Blume plädierte dafür, aus der Komfortzone auszubrechen - und schneller und pragmatischer zu handeln. Bei den Kosten müsse man auch liebgewonnen, aber notwendige Themen angehen, um den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.
Dem pflichtete Mercedes-Vorstandschef Ola Källenius bei. Die Autokonzerne hätten eine unglaubliche Kreativität und Innovationskraft. Aber: "Wir müssen auch in diesem Land die Kosten senken", sagte Källenius. Diese Einsicht hätten alle Spieler in der Autoindustrie, jetzt brauche man diese auch in der Gesellschaft und Politik. Nötig seien harte Aktionen. "Das müssen wir einsehen." Sonst fließe das industrielle Kapital in andere Richtungen, auch das von Mercedes./jwe/DP/stw