OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Volkswagen
Dem Bericht zufolge soll nach der Sommerpause nur noch an vier Tagen pro Woche produziert werden. "Die aktuelle Entscheidung trifft uns sehr und ist sicherlich kein Stimmungsaufheller", sagte der Osnabrücker Betriebsratsvorsitzende Jürgen Placke laut einer Mitteilung.
Cabrios nur im Sommer gefragt
VW
"Solche Anpassungen sind Teil der regulären Produktionsplanung und erfolgen auf Basis der erwarteten Marktentwicklung", sagte die Sprecherin weiter. "Daran orientieren sich auch die Produktionsabläufe am Standort Osnabrück." Unabhängig davon prüfe Volkswagen weiterhin tragfähige Perspektiven für den Standort Osnabrück über das Jahr 2027 hinaus, fügte sie hinzu.
Betriebsrat: "Arbeit geht absehbar zur Neige"
Der Konzernbetriebsrat sprach dagegen von einer sich zuspitzenden Lage an dem Standort. "Die ursprüngliche Planung, wonach das Volumen des T-Roc Cabrio bis September nächsten Jahres reicht, ist hinfällig", sagte ein Sprecher in Wolfsburg. Die "Arbeit geht absehbar zur Neige". Die Belegschaft werde bereits ein Jahr vor dem Spätsommer 2027 in eine Vier-Tage-Woche gezwungen.
Der Vorstand müsse nun seiner Zusage nachkommen, "eine echte Perspektive für die Beschäftigten in Osnabrück zu liefern", so der Sprecher der Arbeitnehmervertretung. "Das wird jetzt höchste Eisenbahn." Der Standort hat rund 2.000 Beschäftigte.
Konzern verhandelt mit Rüstungskonzernen
VW sucht derzeit nach einer neuen Verwendung für den Standort, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Der Konzern verhandelt vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine Nutzung des Standorts. Eine Entscheidung soll früheren Angaben zufolge bis Jahresende fallen.
Die Produktion der in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle ist bereits Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. 2027 endet dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Der einstige Karmann-Standort war 2009 nach der Insolvenz des bisherigen Cabrio-Auftragsfertigers zu Volkswagen gekommen./fjo/DP/jha