FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von einer Gewinnwarnung des Autobauers BMW muss der Dax
Nach der gekappten Prognose von BMW
Der Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets spricht von "Berührungsängsten mit den 25.000 Punkten". Es mangele dem Dax an einem "zündenden Funken" für den Ausbruch nach oben. In New York hatten sich die Anleger am Vorabend schon vermehrt zurückgehalten angesichts der ersten Zinsentscheidung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Der Schwung der SpaceX
Eine Zinsänderung wird von Warsh nicht erwartet, aber im Mittelpunkt des Interesses stehen wohl seine Äußerungen. "Die Märkte wollen vor allem wissen, ob die Fed unabhängig bleibt oder ob der politische Einfluss des Weißen Hauses zunimmt", glaubt der Marktbeobachter Maximilian Wienke vom Broker eToro. Er sieht Warsh in einem Dilemma zwischen dem Kampf gegen die Inflation und der Forderung niedrigerer Zinsen durch US-Präsident Donald Trump. Sollten Zinserhöhungen in Aussicht gestellt werden oder Antworten ausweichend wirken, geht Wienke davon aus, dass dies die Nervosität der Anleger erhöhen würde.
Am Vorabend hatte BMW mit gekappten Prognosen die Anleger geschockt. Gründe sind die Marktschwäche in China und der Iran-Krieg. Gleich mehrere Experten sprachen von einer "großen" oder "bedeutenden" Gewinnwarnung. Der Autobauer rechnet in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge von einem bis drei Prozent. Die Kürzung an sich ist laut dem Deutsche-Bank-Analysten Tim Rokossa keine Überraschung, sehr wohl aber deren Ausmaß. Bisher hatte das Management 4 bis 6 Prozent veranschlagt.
Für die BMW-Aktien ging es am Morgen in der Spitze um zwölf Prozent abwärts, erst bei knapp 60 Euro konnten sie sich auf einem Tief seit 2020 fangen. Zuletzt war der Abschlag dann noch 6,6 Prozent groß. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem Weckruf für die gesamte Branche. Mercedes-Benz
Während die Autobauer mit Absatzproblemen kämpfen, will der Gebrauchtwagenhändler Auto1
Wieder einmal gefragt waren dieses Mal die Rüstungskonzerne, aber auch die Halbleiterausrüster Aixtron
Unter den deutschen Nebenwerten hatten die Anleger noch Hapag-Lloyd