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Ölpreise erholen sich etwas von Rückgängen - US-Reserven sinken weiter

17.06.2026
um 17:18 Uhr

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben sich damit etwas von den deutlichen Rückgängen der Vortage erholt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August notierte bei 80,87 US-Dollar und damit mehr als zwei Prozent höher als am Vortag.

Am Morgen war der Preis für die Nordseesorte noch zeitweise unter 78 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März, bevor am Markt eine Gegenbewegung einsetzte.

Gestützt wurden die Ölpreise durch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. Diese sind in der vergangenen Woche erneut gesunken. Bei Rohöl meldete die Regierung einen Rückgang der Lagerbestände um 8,3 Millionen Barrel auf gut 418 Millionen Barrel. Sinkende Ölreserven in der größten Volkswirtschaft der Welt stützen in der Regel die Ölpreise.

Inzwischen liegt der Ölpreis für die Sorte Brent trotz des jüngsten Anstiegs nur noch etwa zehn Prozent über dem Stand vor dem Iran-Krieg, nachdem er im April zeitweise auf mehr als 120 Dollar je Barrel gestiegen war. Zuletzt hat ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran die Hoffnung auf ein Ende des Krieges und die damit einhergehende Freigabe der Straße von Hormus für Öltransporte verstärkt.

Eine neue Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) zur weltweiten Nachfrage nach Rohöl belastete die Notierungen nicht weiter. Der Interessenverband von Industriestaaten hat die Erwartung für das laufende Jahr erneut gesenkt. Demnach dürfte die Nachfrage in diesem Jahr wegen der höheren Preise und der teilweise unterbrochenen Lieferketten um durchschnittlich 1,1 Millionen Barrel pro Tag geringer ausfallen./jkr/men