ESSEN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Baukonzern Hochtief
Die Aufnahme in den Dax folgt genau festgelegten Regeln. Entscheidend für Auf- oder Abstieg sind der Wert der Streubesitzaktien an einem bestimmten Tag sowie die Handelsumsätze an der Börse. Alle drei Monate wird überprüft, welche Unternehmen in die Indizes Dax, TecDax
Hochtief baut viele Rechenzentren
Der Anfang Juni angekündigte Aufstieg von Hochtief in den Dax kommt nach einem starken Lauf der Aktien in den vergangenen Monaten nicht überraschend. Das Essener Unternehmen profitiert massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) - vor allem in den Vereinigten Staaten - aber auch von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen sowie steigenden Verteidigungsausgaben in vielen Ländern. Der Aktienkurs hat sich binnen eines Jahres mehr als verdreifacht.
Ein Börsenwert von knapp 40 Milliarden Euro reicht für den Dax, auch wenn nur circa 21 Prozent der Hochtief-Aktien im Streubesitz sind. Knapp 76 Prozent liegen in den Händen des spanischen Bau- und Infrastrukturriesen ACS
Größte Konzerngesellschaften sind Turner und Cimic
Die Hochtief AG in Essen ist die Konzernobergesellschaft für ein weltweit verzweigtes Geflecht von großen Baufirmen. Gebaut wird fast alles: Wolkenkratzer und Krankenhäuser, Straßen und Brücken, Tunnel und Flughäfen. Aber auch Anlagen für die Energiewende wie Solarparks, Rechenzentren, Bergbauanlagen und militärische Infrastruktur errichten die zu Hochtief gehörenden Unternehmen. Den größten Teil des Geschäfts macht der Baukonzern mit seinen Auslandstöchtern Turner (USA) und Cimic (Australien).
Ende 2025 beschäftigte der Konzern rund 61.500 Menschen, davon knapp 3.700 in Deutschland. Vorstandschef ist Juan Santamaría Cases, der auch CEO von ACS ist./tob/mne/DP/zb