FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von RWE
Analysten wie Ahmed Farman von Jefferies oder Alberto Gandolfi von Goldman Sachs sehen diesen möglichen Schritt positiv und verweisen am Montag unter anderem auf die zu erwartenden positiven Ergebnisbeiträge. Im Fall eines Mehrheitsanteils an Amprion spricht Gandolfi gar von einem möglichen "Game Changer" für RWE.
Die Essener würden "Iberdrola-esk"
Wie Bloomberg am Freitag unter Verweis auf Kreise berichtete, befindet sich RWE in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Ausbau seiner Beteiligung an Amprion auf indirektem Weg. Erwogen werde der Einstieg bei der Beteiligungsgesellschaft M31, die 74,9 Prozent an Amprion hält. Dazu wolle RWE Anteile von den M31-Aktionären Swiss Life und der Ärztlichen Beteiligungsgesellschaft (AEBG) übernehmen, hieß es. Hinter M31 steht ein Konsortium von Versorgungswerken und institutionellen Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. Dazu zählen auch Meag Munich Ergo und Talanx.
"Insgesamt wären somit potenziell 30,7 Prozent der Amprion-Anteile Gegenstand der Transaktion", haben die Experten von Oddo BHF und Bernstein errechnet. Das Übertragungsnetz könnte dadurch laut Bloomberg mit rund zehn Milliarden Euro bewertet werden. Die übrigen 25,1 Prozent an Amprion hält RWE bereits über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor Apollo.
Oddo BHF erinnerte angesichts der kolportierten Bestrebungen daran, dass RWE vor 15 Jahren eine Mehrheitsbeteiligung an Amprion an ein Konsortium institutioneller Investoren verkauft hatte. Nun beabsichtige RWE wohl wieder, "schrittweise eine Beteiligung an einem strategischen regulierten Vermögenswert aufzubauen, der im Zentrum der deutschen Energiewende steht und eine bessere Planbarkeit langfristiger regulierter Erlöse bietet", so die Oddo-Experten./ck/tih/nas/jha/