Ölpreise legen zu - Fortgang der Verhandlungen zwischen USA und Iran unklar
LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag etwas zugelegt. Die Unsicherheit über den Fortgang der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA stützte die Preise. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 73,41 Dollar. Damit stieg der Preis der globalen Referenzsorte um 1,10 Prozent.
Nach der erneuten militärischen Eskalation am Persischen Golf hat der Iran einen weiteren Verhandlungstermin mit den USA im Unklaren gelassen. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Am Sonntag hatten Washington und Teheran US-Angaben zufolge beschlossen, ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus vorerst einzustellen und weiter zu verhandeln.
Am Montag sagte US-Präsident Donald Trump, dass ein Treffen am Dienstag in Katars Hauptstadt Doha geplant sei. "Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht.
Am Freitag war der Ölpreis zeitweise bis auf fast 71 Dollar gefallen. Das war das niedrigste Niveau seit Beginn des Iran-Kriegs. In den ersten Wochen und Monaten des Konflikts war der Ölpreis deutlich gestiegen. Das aber ansonsten global hohe Ölangebot und eine sinkende Nachfrage aus China dämpfte die Ölpreisentwicklung. Zuletzt drückte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran die Preise, da man eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus erhofft./jsl/he