Original-Research: Alexanderwerk AG (von GSC Research GmbH): Kaufen
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Original-Research: Alexanderwerk AG - von GSC Research GmbH
30.06.2026 / 16:52 CET/CEST
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der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von GSC Research GmbH zu Alexanderwerk AG
Unternehmen: Alexanderwerk AG
ISIN: DE000A37FTW0
Anlass der Studie: Geschäftszahlen 2025
Empfehlung: Kaufen
seit: 30.06.2026
Kursziel: 21,00 Euro
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: 09.11.2022, vormals Halten
Analyst: Jens Nielsen
2025 durch negative Bestandsveränderungen und Sondereffekte belastet
Das Zahlenwerk der Alexanderwerk AG zum Geschäftsjahr 2025 beinhaltet Licht
und Schatten. Einerseits entwickelte sich der Auftragseingang im Ersatzteil-
und Servicegeschäft, das die projektbedingten Schwankungen im
Neumaschinengeschäft abfedert, weiterhin positiv. Zudem konnte die Stückzahl
der ausgelieferten Neumaschinen gegenüber 2024 um 38 Prozent und gegenüber
2023 um 28 Prozent gesteigert werden. Dabei wurde der zum Halbjahresende
außergewöhnlich hohe Fertigwarenbestand erwartungsgemäß in der zweiten
Jahreshälfte verumsatzt, was sich in einem kräftigen Erlösanstieg auf ein
Niveau deutlich oberhalb der Unternehmensprognose niederschlug.
Andererseits ist der avisierte signifikant ergebniswirksame Margeneffekt aus
der Verumsatzung des hohen Fertigwarenbestands nicht im Zahlenwerk
erkennbar, vielmehr blieben die Ergebniskennziffern trotz der positiven
Geschäftsentwicklung erheblich hinter den Werten der Vorjahre zurück. Die
maßgebliche Ursache hierfür liegt darin, dass das in den Jahren 2022 und
2023 - mit entsprechenden positiven Margen- und Ergebniseffekten -
aufgebaute aktivierte Vorratsvermögen nun im Zuge der starken
Umsatzentwicklung deutlich abschmolz, was zu erheblichen negativen
Bestandsveränderungen und in der Folge einer Gesamtleistung nur leicht über
Vorjahresniveau führte. Hinzu kamen noch Einmalbelastungen aus der Korrektur
in den Vorjahren aktivierter Materialgemeinkosten von 466 TEUR,
Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen von 510 TEUR sowie
periodenfremde Aufwendungen von 320 TEUR.
Nachdem sich der Auftragsbestand der Alexanderwerk-Gruppe bereits in der
Vorperiode um 26,5 Prozent auf 17,9 Mio. Euro verringert hatte, hat er sich
zum Geschäftsjahresende 2025 nochmals signifikant um 37,9 Prozent auf nur
noch 11,1 Mio. Euro reduziert. Und die Auftragslage stellte sich im ersten
Quartal 2026 mit einem Bestelleingang leicht unter dem Niveau des
Vergleichszeitraums verhalten dar.
Allerdings unterliegt der Odereingang und in der Folge auch der
Auftragsbestand des im Projektgeschäft tätigen Spezialmaschinenbauers
infolge von Großaufträgen immer gewissen Schwankungen. Insofern bleibt
abzuwarten, inwieweit sich diese momentan wenig verheißungsvoll wirkende
Gemengelage im weiteren Jahresverlauf aufhellt. Wir gehen davon aus, der
Vorstand hierzu im Rahmen der Hauptversammlung am 23. Juli mit aktuellen
Informationen und Erläuterungen ein schärferes Bild vermitteln wird.
Generell erscheint uns allerdings die Prognosesicherheit beim
Alexanderwerk-Konzern bei einem Vergleich der Unternehmenserwartungen der
letzten Jahre mit den erreichten Werten deutlich einschränkt. Dies führen
wir zum einen darauf zurück, dass das Neumaschinengeschäft, auf das zwei
Drittel der Umsatzerlöse entfallen, aufgrund seines Projektcharakters
infolge von Großaufträgen sowie abhängig von Auslieferungsterminen immer
gewissen - schwerlich vorhersehbaren - Schwankungen unterliegt. Zum anderen
hat in diesem Zusammenhang die Entwicklung des Vorratsvermögens - als
wichtiger Bestandteil der Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau - einen
bedeutenden Einfluss auf die Ergebniskennzahlen, was die
Prognostizierbarkeit erheblich erschwert.
Trotz allem sehen wir das Remscheider Traditionsunternehmen als
internationaler Nischenplayer mit einer Exportquote von rund 85 Prozent,
attraktiven Zielbranchen wie der Pharmaindustrie und einer wachsenden
Bedeutung des stabilisierenden Ersatzteil- und Servicegeschäfts aber gut
aufgestellt, um - mit den geschäftsimmanenten gewissen Schwankungen -
kontinuierlich weiter profitabel wachsen zu können. Dabei weist der Konzern
mit einer Eigenkapitalquote von 64,6 Prozent zum Jahresultimo 2025
unverändert solide Bilanzverhältnisse auf.
Zwar passen wir unser Kursziel für die Alexanderwerk-Aktie auf Grundlage
unserer aktualisierten Schätzungen leicht auf 21,00 Euro an. Auf dieser
Basis weist das Papier aber auf dem momentanen Kursniveau immer noch ein
stattliches Upside-Potenzial von gut 53 Prozent auf. Zudem liegt die
Ausschüttungsrendite bei Zugrundelegung des Dividendenvorschlags derzeit bei
attraktiven 3,6 Prozent, wobei wir uns künftig noch einen deutlichen Anstieg
in den Bereich um 7,3 Prozent vorstellen können. Insgesamt bestätigen wir
daher erneut unsere "Kaufen"-Empfehlung. Angesichts des häufig niedrigen
Handelsvolumens sollten Orders in der Aktie stets mit Limit erteilt werden.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
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