WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt ist Dienstag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der österreichische Leitindex ATX
Auch die ungewisse Lage im Nahen Osten trübte nicht die Stimmung. Spitzenvertreter der USA sind nach Angaben aus Katar in dem Golfstaat zu Besuch, ein Treffen mit iranischen Vertretern ist demnach aber nicht geplant. Das sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums am Dienstag. Geplant seien nur Treffen mit Vermittlern, um über Fortschritte in den Verhandlungen zu sprechen.
Die Märkte blicken zudem auf die Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) im portugiesischen Sintra. Die EZB bleibt trotz der Fortschritte im Friedensprozess zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise dämpfen, besorgt wegen der Inflation. Die Folgewirkungen des Ölpreisanstiegs würden sich wahrscheinlich erst nach einiger Zeit bemerkbar machen, sagte EZB-Chefvolkswirt Philip Lane.
In Österreich senkten die Analysten der Erste Group das Kursziel für UBM von 28,0 auf 26,0 Euro. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde aufrecht gehalten. Das internationale Umfeld erschwere es UBM, Verkäufe zu realisieren. Die Experten gehen aber davon aus, dass das Unternehmen die Situation gut meistern wird. UBM verloren 0,87 Prozent bei 17,05 Euro.
Die Analysten der Wiener Privatbank wiederum bestätigten ihr "Kaufen"-Votum für die Aktien der Schoeller-Bleckmann (SBO) nach den Zahlen des ersten Geschäftsquartals. Das Kursziel (fairer Wert) für die Titel des Ölfeldausrüsters beließ der zuständige Experte Nicolas Kneip bei 45,10 Euro. SBO beendeten den Tag unbewegt auf 28,80 Euro.
An der US-Technologiebörse Nasdaq war es am Vortag kräftig nach oben gegangen. Davon profitierte der steirische Halbleiterhersteller AT&S
Raiffeisen Bank International
Gute Zuwächse im ATX Prime gab es auch für Polytec (+ 3,2 Prozent) und FACC (+ 1,6 Prozent). Am Ende des Feldes fanden sich Kapsch TrafficCom (- 2,6 Prozent), Frequentis (- 2,4 Prozent) und CA Immobilien (- 2,2 Prozent)./moe/spa/APA/stw