FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwache Umsatzprognosen von Nike
Nike-Finanzchef Matthew Friend hatte zur Zahlenvorlage von einem "zunehmend herausfordernden Geschäftsumfeld" gesprochen. Laut dem Analysten Matthew Boss von JPMorgan rechnet Nike im laufenden ersten Geschäftsquartal 2026/27 per Ende August mit einem niedrigen bis mittleren einstelligen prozentualen Umsatzrückgang. In der Tendenz bleibe Nike damit hinter der Konsensschätzung zurück, die auf ein Umsatzminus von 1,9 Prozent laute.
Das sei auch deshalb bemerkenswert, so der Experte, weil die laufende Fußball-Weltmeisterschaft großteils in das erste Geschäftsquartal falle. Der Sportartikel- und Lifestyle-Konzern rechne also trotz dieser Großveranstaltung nicht mit einem Umsatzanstieg im Vergleich zum vierten Geschäftsquartal.
Auch Analystin Brooke Roach von Goldman Sachs konstatierte, dass sich die Umsatzerholung erneut verzögere. Der vorsichtige Tenor mit Blick voraus überlagere positive Faktoren im abgelaufenen Quartal. Die Anleger müssten Geduld mitbringen.
Mit Blick auf Adidas und Puma erkannte Analystin Monique Pollard von der Citigroup aber auch Positives. So habe Nike in China die Lagerbestände abgebaut, womit der Druck nachlasse, Preisrabatte gewähren zu müssen. Das sei positiv auch für Adidas und Puma.
Pro Adidas dürfte laut Pollard auch das Wachstum im Segment Laufschuhe von Nike sprechen, zumal Adidas hier gegenwärtig starkes Wachstum verzeichne. Ähnliches gelte für die Verkaufszahlen von Nike vor der Fußball-WM. Diese lägen um das Zweieinhalbfache über den entsprechenden Werten vor der WM 2022 in Katar. Adidas sei im Fußball und auch als Sponsor stark präsent./bek/ag/jha/