(Neu: Weitere Aktien, Goldman Sachs)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Montag hat sich das zuletzt an der Börse regelmäßig gesehene Muster bestätigt: Wenn die Highflyer der KI-Rally schwächeln, profitieren Softwarewerte und IT-Dienstleister. Also jene Aktien, bei denen insgesamt eher Verdrängungssorgen durch Künstliche Intelligenz vorherrschen.
So zogen zu Wochenbeginn die Aktien von SAP
Die Anteilsscheine von Nemetschek
Den letztgenannten Papieren des auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieters half eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Analyst Nicolas Herms berücksichtigte nun insbesondere die jüngste Übernahme von HCSS, die er als strategisch sinnvolle Ergänzung lobte. Damit werde das Standbein in Nordamerika im Infrastruktur-Bereich und Ingenieurbau gestärkt.
Experte Andreas Wolf von der Privatbank Berenberg zeigte sich derweil in seinem Ausblick auf den Quartalsbericht optimistisch für Bechtle
Demgegenüber schwächelten die in den letzten Monaten im Zuge des Hypes um Künstliche Intelligenz stark gestiegenen Unternehmen aus der Halbleiterbranche. So fielen die Aktien von Infineon
In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Aktien von Herstellern erneuerbarer Energien. Denn der Energiebedarf für die KI-Rechenzentren ist enorm, und Anleger haben gewettet, dass er auch über grüne Energien wie Solarstrom oder Windkraft gedeckt werden kann. Denn diese bilden das Rückgrat der politisch gewollten Energiewende in Deutschland. Damit verloren die Aktien des Windturbinenherstellers Nordex
Um zu beurteilen, welches Potenzial die KI-Highflyer noch haben, blicken die Anleger immer noch schwerpunktmäßig gen USA. Denn die dortige Halbleiterbranche ist ein wichtiger Taktgeber für den gesamten Sektor. In New York deuten sich am Montag zwar für Werte wie Marvell Technology
Die US-Bank Goldman Sachs sieht zwar in den meisten Teilbereichen der US-Halbleiterbranche noch Spielraum für die Markterwartungen. Nach der "dramatischen Outperformance" des US-Branchenindex SOX
Fundamental bleibt JPMorgan-Stratege Mislav Matejka aber überzeugt, dass sich die übergeordneten Trends fortsetzen. Schwächen in der KI-Rally dürften gekauft werden und Erholungen bei Werten mit KI-Sorgen - wie schon im März - eher kurzfristiger Natur sein, wenn die Titel überverkauft sind./la/ag/mis