FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Auswirkungen des wieder zugespitzen Iran-Krieges und des damit verbundenen Ölpreisanstiegs auf den Euro-Dollar-Wechselkurs
Die Ölpreise zogen in der laufenden Woche wegen der erneuten Eskalation zwischen den USA und dem Iran zwar wieder an, liegen aber immer noch deutlich unter den jüngsten Höchstständen.
Die Korrelation zwischen dem Wechselkurs und dem Ölpreis sei deutlich zurückgegangen, vor allem weil sich der US-geldpolitische Ausblick von der Entwicklung des Ölpreises entkoppelt habe, erklärte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank in ihrem Morgenkommentar. Die Akteure an den Finanzmärkten setzten mittlerweile auf Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed trotz des deutlichen Ölpreisrückgangs im Vergleich zu den Höchstständen nach dem Beginn des Iran-Krieges vor einigen Monaten.
"Zeitweise war das auf die überraschend robuste Entwicklung am US-Arbeitsmarkt zurückzuführen", so die Commerzbank-Expertin. Dieses Bild habe mit dem jüngst eher schwachen Arbeitsmarktbericht zwar Risse erhalten, die Zinsfantasie bleibe aber, auch weil der neue Fed-Chef Kevin Warsh sich überraschend "falkenhaft" gezeigt habe mit der Äußerung, dass das Mandat der Preisstabilität oberste Priorität habe./mis/stk