Bitcoin gibt nach - Angriffe im Iran-Krieg belasten
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Bitcoin hat am Montag belastet durch die neuen kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten nachgegeben. Der Kurs der ältesten und bekannteste Kryptowährung sank auf 63.078 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch über 64.000 Dollar gekostet.
Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren.
"Der Rückgang beim Bitcoin zeigt, dass Investoren die geopolitischen Risiken wieder stärker in ihre Portfolios einpreisen und damit ernst nehmen", kommentierte Timo Emden von Emden Research. "Sollten die Spannungen den Ölpreis weiter antreiben, könnte dies den Inflationsdruck erneut erhöhen und den Spielraum der Notenbanken für Zinssenkungen weiter einschränken." Diese Kombination aus geopolitischer Unsicherheit sowie Inflations- und Zinssorgen würde derzeit auch den Kryptomarkt belasten. Kryptoassets werfen im Gegensatz zu Anleihen keine Zinsen ab.
Im bisherigen Jahresverlauf gab der Bitcoin deutlich nach. Im Januar hatte er noch zeitweise über 95.000 Dollar gekostet./jsl/stk