MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die VW
Laut Harry Martin vom US-Analysehaus Bernstein Research liegt das für das zweite Quartal signalisierte operative Ergebnis über den Markterwartungen. Dass der Lkw-Bauer noch nicht an den Jahreszielen gerüttelt habe, könnte bedeuten, dass er auf der Kostenseite mit Gegenwind rechne, der den guten Jahresstart wieder aufzehre.
Die Ergebnisentwicklung sei in erster Linie auf das US-Geschäft International Motors (ehemals Navistar) zurückzuführen, teilte der Konzern weiter mit. Dort seien im zweiten Quartal zusätzliche zollbezogene Forderungen verbucht worden, die keinen Einfluss auf den Barmittelzufluß (Cashflow) hätten. Der Netto-Cashflow von Traton Operations - also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet - habe mit minus 18 Millionen Euro unter den Markterwartungen gelegen.
Nach Einschätzung von Analyst Hemal Bhundia von der Schweizer Großbank UBS dürfte der Fokus der Anleger im Quartalsbericht auf der Preis-Kosten-Dynamik des Lastwagenbauers, auf Margentreibern bei der Tochter Scania und dem Segment International liegen. Bhundia rechnet zudem mit einem soliden Auftragseingang im zweiten Geschäftsviertel.
Traton will seinen vollständigen Finanzbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr am 23. Juli vorlegen./mne/he/err/men