DUISBURG (dpa-AFX) - Als Folge niedriger Pegelstände hat die Stahltochter des Industriekonzerns Thyssenkrupp
Die eigene Schubschifffahrt habe man eingestellt. Mit Schubschifffahrt ist gemeint, dass ein Schiff schwimmende Behälter vor sich herschiebt, die keinen Motor haben. "Derzeit nutzen wir vorsorglich angemietete, externe Schiffe, die wegen ihres niedrigeren Tiefgangs auch bei den aktuellen Wasserständen eingesetzt werden können."
Die Kundenversorgung sei bislang nicht gefährdet, hieß es von TKSE. Die Anmietung externen Schiffraums habe die Logistik verteuert. "Unsere Hochofenproduktion haben wir aufgrund der leicht eingeschränkten Rohstoffversorgung vorsorglich etwas gedrosselt." Eine firmeneigene Task Force bewerte die weitere Entwicklung und die Folgen auf Versorgung und Produktion. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.
Die sommerliche Trockenheit hat dazu geführt, dass die Pegelstände gefallen sind. Eine Änderung ist vorerst nicht in Sicht, in den kommenden Tagen soll es weitgehend trocken bleiben. Der Rohstoffbedarf von TKSE ist groß: Täglich benötigt die Firma eigenen Angaben zufolge rund 50.000 Tonnen Rohstoffe, vor allem Eisenerz und Kohle./wdw/DP/mis