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AKTIE IM FOKUS: BMW arbeitet weiter an Stabilisierung - HSBC wird optimistischer

17.07.2026
um 09:52 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von BMW haben am Freitag nach einer Empfehlung der Bank HSBC ihren Bodenbildungsversuch fortgesetzt. In einem schwachen Gesamtmarkt stiegen die Papiere des Autobauers am Vormittag um gut 1 Prozent auf 58,92 Euro.

Für den HSBC-Analysten Mike Tyndall spiegeln die von den Bayern Mitte Juni gesenkten Jahresziele das schwierige China-Geschäft wider. Der Ausblick sei damit realistischer geworden und das Risiko weiterer Gewinnwarnungen reduziert. Zudem seien viele Probleme bereits im Aktienkurs eingepreist, sodass sich Anlegern eine Kaufgelegenheit biete. Bei einem neuen Kursziel von 71 Euro stufte der Experte die BMW-Aktien von "Hold" auf "Buy" hoch.

Mitte Juni hatte BMW wegen der Krise am chinesischen Automarkt und der Folgen des Nahostkriegs seinen Jahresausblick deutlich gesenkt. Die negative Entwicklung im chinesischen Automarkt habe sich im zweiten Quartal weiter beschleunigt, hieß es zur Erklärung. Dies führe zu einem härteren Wettbewerb in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik, dem sich BMW nicht entziehen könne. Auch der Konflikt im Nahen Osten belaste. Die hohen Energiepreise erhöhten die Kosten des Unternehmens, zudem drücke die Unsicherheit auf die Verbraucherstimmung. Das Management will mit weiteren Struktur- und Effizienzmaßnahmen gegensteuern.

Infolge der Zielsenkung hatte der Aktienkurs des Dax -Konzerns seine schon gegen Ende 2025 begonnene Talfahrt nochmal verschärft. Eine Stabilisierung gelang erst ab Ende Juni im Bereich um die 57 Euro. Mit einem Kursminus von aktuell immer noch knapp 37 Prozent ist BMW der zweitschwächste Dax-Wert des laufenden Jahres.

Die Aktien der Konkurrenten Volkswagen und Mercedes-Benz schlugen sich mit minus 29 Prozent sowie mit minus 24 Prozent bislang allerdings auch nicht wesentlich besser. Neben der Schwäche im eigentlich sehr wichtigen Absatzmarkt China bekommen die deutschen Autobauer auch in Märkten wie Deutschland immer stärker die Konkurrenz durch chinesische Anbieter zu spüren, die vor allem mit ihren Elektroautos punkten./mis/edh/stk

Bayerische Motoren Werke AG

WKN 519000 ISIN DE0005190003

Mercedes-Benz Group AG

WKN 710000 ISIN DE0007100000

Volkswagen AG Vz.

WKN 766403 ISIN DE0007664039