FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz des nach wie vor ungelösten Krieges zwischen den USA und dem Iran hat sich der Dax
Für den MDax
Aktuell bemühen sich zwar die Vermittler im Nahost-Krieg Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, allerdings dauern die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten an.
"Die Anleger suchen derzeit nach Leitplanken für ihre Entscheidungen", schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research. Doch zwischen Friedenssignalen und neuen militärischen Eskalationen verschöben sich diese Orientierungspunkte beinahe täglich.
Für Investoren ist der geopolitische Kompass Emden zufolge derzeit schwer abzulesen. Solange unklar bleibe, ob Diplomatie oder weitere Kampfhandlungen im Iran-Krieg die Oberhand gewinnen, dürfte Vorsicht das dominierende Anlagemotiv bleiben. Starke US-Unternehmenszahlen könnten zwar den Blick der Märkte vorübergehend auf fundamentale Daten lenken. Doch die geopolitische Unsicherheit dürfte das Grundrauschen bleiben, das jede Erholung jederzeit wieder überlagern kann.
An den asiatischen Börsen sorgte die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten für Rückenwind. In Seoul legten KI- und Halbleiteraktien wieder zu, die zuletzt in großem Stil verkauft worden waren. Davon probierten auch Branchenwerte hierzulande. So stiegen die Anteilsscheine von Infineon
Als Schlusslicht im SDax sackten die Papiere von Jungheinrich
Unter den schwächsten Werten im Dax fielen die zuletzt stark gelaufenen Aktien der Munich Re
Munich Re scheine also seine Prognosen für die Schaden- und Unfallrückversicherung zu hinterfragen, sagte ein Händler. Allerdings überrasche das nur bedingt, nachdem es vom Unternehmen schon im Mai geheißen habe, dass es anspruchsvoller werde, das Umsatzziel in der Rückversicherung zu erreichen./la/mis