FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem verhaltenen Wochenstart hat sich am Dienstag am deutschen Aktienmarkt letztlich der Optimismus durchgesetzt. Der Dax
Damit bleibt das Rekordhoch des Börsenbarometers von rund 25.900 Punkten von Anfang Juli in Sichtweite. Für den MDax
In einem weiterhin unsicheren Umfeld stützten überraschend gute Konjunkturdaten den Dax ebenso wie am Nachmittag die freundlichen US-Börsen, wo Technologiewerte wieder Aufwind verspürten. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim erhobenen Konjunkturerwartungen legten im Juli stärker zu als erwartet.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
"Die befragten Finanzmarktanalysten sind trotz der neuerlichen Zuspitzung am Persischen Golf und gestiegener Ölpreise deutlich optimistischer", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank mit Blick auf die ZEW-Daten und ergänzte: "Und tatsächlich, die deutsche Wirtschaft zeigte zuletzt eine gewisse Resilienz."
Derweil bleibt die Lage im Nahen Osten unklar, der Krieg zwischen den USA und dem Iran dauert unvermindert an. Aktuell bemühen sich zwar die Vermittler im Nahost-Krieg Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe, allerdings dauern die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten an.
An den asiatischen Börsen hatte die Aussicht auf eine mögliche Entspannung im Nahen Osten für Rückenwind gesorgt. In Seoul hatten KI- und Halbleiteraktien wieder zugelegt, die zuletzt in großem Stil verkauft worden waren. Auch in den USA griffen Anleger bei Chipwerten wieder zu.
Davon profitierten auch Branchenwerte hierzulande. So stiegen die Anteile von Infineon
Am MDax-Ende brachen die Vorzugsaktien des Labor- und Pharmazulieferers Sartorius
Schlusslicht im Dax waren die zuletzt stark gelaufenen Aktien von Munich Re
Im SDax reagierten die Anteile des Medizin- und Sicherheitstechnik-Anbieters Drägerwerk
--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---