SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Rückläufige Ölpreise infolge einer Feuerpause in Nahost haben am Montag die asiatischen Börsen gestützt. Aktuell ließen die Sorgen über eine mögliche Unterbrechung der Energieversorgung nach der jüngsten Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wieder nach, hieß es am Markt.
Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseemarke Brent fiel unter 90 Dollar, nachdem die Vereinigten Staaten ihre Angriffe gegen den Iran vorerst beendet hatten. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen.
Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. "Der übergeordnete Markteffekt ist folgender: Geringere Ölpreise dämpfen den Inflationsdruck, reduzieren die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie dem US-Dollar und geben Aktien und Anleihen Spielraum für eine Erholung", erklärte Marktexperte Stephen Innes.
Für die positive Stimmung in Asien wurde zudem auch auf den Börsengang des chinesischen Chipherstellers CXMT verwiesen. "Der Preis für den erfolgreichsten Börsengang des Jahres geht wohl nach China", kommentierte etwa Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners. Dass der IPO angesichts der extrem hohen Überzeichnung ein Erfolg werden würde, sei erwartet worden, sagte er, und ergänzte: "Dass die Aktie in der Spitze auf 55 Yuan und damit um ein Vielfaches über den Emissionskurs von 8,66 Yuan steigen würde, stellt aber selbst die höchsten Erwartungen in den Schatten." Anleger setzen ihm zufolge darauf, dass CXMT Flaggschiffen wie Micron
Der japanische Nikkei 225
Der volatile und zuletzt vor allem von KI-Werten beeinflusste südkoreanische Leitindex Kospi
Der Hang-Seng-Index
Gemessen am erreichten Börsenkurs von rund 55 Yuan wurde CXMT mit umgerechnet knapp 550 Milliarden US-Dollar bewertet, sodass der Chiphersteller auf einen Schlag zum wertvollsten Unternehmen Chinas wurde. In Hongkong kann im Augenblick nur Tencent
In Australien legte der Leitindex S&P ASX 200