FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Der Euro geriet am Nachmittag nach robusten US-Konjunkturdaten etwas unter Druck. Die Stimmung in der Industrie hat sich im Juli unerwartet deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg stärker als erwartet. "Er befindet sich klar in der Wachstumszone und auf dem höchsten Stand seit 2022, was auf die solide Verfassung der US-Konjunktur hinweist", kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. "Die Zahlen dürften die Zinserhöhungserwartungen tendenziell forcieren, zumal ein Schritt im September nicht mehr vollständig eingepreist ist; die Wahrscheinlichkeit dafür liegt derzeit bei knapp 65 Prozent." Die US-Notenbank Fed hatte auf ihrer jüngsten Sitzung die Leitzinsen stabil gehalten und keine Erhöhungen signalisiert.
Zu allen wichtigen Währungen legte der japanische Yen zu. Japan hat erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten Yen gekauft habe, um "übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen" der japanischen Landeswährung einzudämmen. Die Regierung in Tokio stehe weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen. Der japanische Yen legte zu allen wichtigen Währungen deutlich zu.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85633 (0,85573) britische Pfund, 180,73 (184,03) japanische Yen und 0,9320 (0,9304) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.033 Dollar. Das waren rund 12 Dollar weniger als am Freitag./jsl/he