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Ladendiebstahl: Handelsverband und GdP fordern Maßnahmen

10.08.2026
um 10:10 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Offene Videoüberwachung, Schwerpunktanwaltschaften und eine bessere Ausstattung für die Polizei: Der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordern in einem gemeinsamen Positionspapier konsequentere Maßnahmen gegen Ladendiebstahl. Dem Einzelhandel entstehe durch diese Form der Kriminalität jedes Jahr ein Schaden von rund drei Milliarden Euro, heißt es darin. "Die Belastung nimmt seit Jahren zu und hat 2026 einen Höchstwert erreicht."

Schwerpunktanwaltschaften für Diebstahlsfälle

Besondere Sorge bereite demnach der gewerbsmäßige oder bandenmäßige Diebstahl, bei dem schon einzelne Taten oft hohen Schaden anrichteten. Für die Ermittlung in diesen Fällen und der Verfolgung dieser Banden fordern der Verband und die Gewerkschaft unter anderem Schwerpunktanwaltschaften. "Hierfür sind der Informationsaustausch sowie die Vernetzung zwischen Polizei, Staatsanwaltschaften und den zuständigen Behörden weiter zu verbessern", schreiben sie.

Es brauche außerdem Rechtssicherheit beim Thema Videoüberwachung im Einzelhandel. Die Bundesregierung müsse sich auf EU-Ebene für eine Klarstellung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einsetzen. "Darüber hinaus sollte geprüft werden, unter welchen datenschutzrechtlichen Voraussetzungen KI-gestützte Videoanalysen künftig zur Unterstützung der Diebstahlprävention rechtssicher eingesetzt werden können."

Konsequente Strafverfolgung gefordert

Grundsätzlich fordern HDE und GdP: "Um das Vertrauen der betroffenen Unternehmer in den Rechtsstaat zu bewahren, müssen die Taten konsequent verfolgt, die Täter überführt und zügig einer angemessenen strafrechtlichen Sanktion zugeführt werden."/maa/DP/men