Original-Research: q.beyond AG (von Montega AG): Kaufen
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Original-Research: q.beyond AG - von Montega AG
10.08.2026 / 17:51 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von Montega AG zu q.beyond AG
Unternehmen: q.beyond AG
ISIN: DE000A41YDG0
Anlass der Studie: Update
Empfehlung: Kaufen
seit: 10.08.2026
Kursziel: 5,50 EUR (zuvor: 6,00 EUR)
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: -
Analyst: Kai Kindermann
H1: q.beyond kündigt Transformationsprogramm zum Heben von KI-Effizienzen an
- Einmalkosten belasten Jahresziele
q.beyond hat den Halbjahresbericht veröffentlicht und die Jahresprognose
infolge einmaliger Transformationskosten sowie eines anspruchsvollen
Wirtschaftsumfelds deutlich gesenkt.
[Tabelle]
Leichter Rückgang im zweiten Quartal: Der Konzernumsatz sank in Q2 um 3,1%
yoy auf 43,0 Mio. EUR, während das Bruttoergebnis mit 8,4 Mio. EUR 3,5%
unter dem Vorjahreswert lag. Damit zeigte sich ein insgesamt ähnliches Bild
wie im ersten Quartal, bei dem einer verhaltenen Entwicklung im
Managed-Services-Geschäft ein dynamischeres Consulting-Geschäft
gegenübersteht. Das EBITDA lag aufgrund eines Einmaleffekts i.H.v. 0,9 Mio.
EUR mit 1,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert.
Consulting mit starkem Ergebnisbeitrag: Der Umsatz im Consulting stieg um
5,3% yoy auf 16,0 Mio. EUR. Treiber waren insbesondere die anhaltend hohe
Nachfrage nach S/4HANA-Migrationen sowie Beratung und Implementierung von
KI-Lösungen. Das Bruttoergebnis sprang auf 4,2 Mio. EUR (+85,0% yoy), was
einer außergewöhnlich hohen Bruttomarge von 26,2% (Vj.: 15,0%) entspricht.
Neben einer guten Auslastung und einem höheren Automatisierungsgrad
profitierte das Segment auch von hochmargigen SAP-Provisionen. Dieses
Lizenzgeschäft dürfte sich bis zum Support-Ende von ECC im Jahr 2030 noch
wiederholen. Auch bereinigt um den Provisionsbeitrag lag die Bruttomarge
laut Vorstand bei über 20%.
Managed Services unter Druck: Im Segment Managed Services sanken die Erlöse
auf 27,0 Mio. EUR (-7,7% yoy). Neben der Investitionszurückhaltung im
Mittelstand belastet der intensive Wettbewerb sowohl das Neugeschäft als
auch die Preise im Bestandskundengeschäft. Zusätzlich wurde das Ergebnis
durch Rückstellungen von 0,9 Mio. EUR für den Abbau von Kapazitäten in
Deutschland belastet. Die entsprechenden Leistungen sollen künftig verstärkt
durch Personal sowie KI-gestützte Tools im neu aufgebauten Servicecenter in
Rumänien erbracht werden.
KI ermöglicht interne Effizienz und neue Geschäftsfelder: q.beyond hat nach
eigenen Angaben bereits rund 300 interne Prozesse automatisiert, was einem
Äquivalent von ca. 40 FTE entspricht. Zur Steigerung der Effizienz plant
q.beyond rund 10% der Belegschaft in Deutschland abzubauen, wobei neben
Kündigungen auch die normale Fluktuation und Renteneintritte berücksichtigt
werden. Für die interne Prozessautomatisierung setzt q.beyond dabei auf
Open-Source-Modelle, wodurch sich die laufenden Nutzungskosten begrenzen
lassen und im Wesentlichen Rechenkapazität benötigt wird. Inklusive der
bereits gebuchten Rückstellungen erwartet das Unternehmen 2026 nun
Einmalkosten von 5,0 bis 6,0 Mio. EUR. Die daraus resultierenden
Einsparungen sollen sich 2027 auf rund 7,0 Mio. EUR belaufen. U.E. stärkt
der forcierte Einsatz von KI die Wettbewerbsfähigkeit in einem von
zunehmendem Preis- und Effizienzdruck geprägten Markt. Gleichzeitig können
die intern aufgebauten Kompetenzen perspektivisch als Beratungsleistung
vermarktet werden. So soll bereits in Q3 die Vermarktung automatisierter
Workflows auf Basis der n8n-Plattform starten.
Neue Guidance impliziert Rückgang auf Top- und Bottom-LIne: Laut der
erfolgten Guidance-Anpassung erwartet q.beyond nun Umsätze von 176,0 - 180,0
Mio. EUR (zuvor: 182,0 - 190,0 Mio. EUR) sowie ein EBITDA von 3,0 - 7,0 Mio.
EUR (zuvor: 10,0 - 16,0 Mio. EUR). Entsprechend prognostiziert der Vorstand
auch ein negatives EBIT und einen negativen Free Cashflow für 2026. Ab 2025
seien wieder positive Werte für die beiden Kennzahlen zu erwarten.
Einstieg in den Gesundheitssektor über GITG-Mehrheitsübernahme: Ende Juli
erwarb q.beyond 51% der Aktien am SAP-Healthcare-Spezialisten GITG AG mit
knapp 40 Mitarbeitern und Standorten in Hamburg, Düren, Dresden und Zürich.
Finanzkennzahlen wurden nicht kommuniziert. Wir prognostizieren einen Umsatz
von 5,0 bis 10,0 Mio. EUR bei einer EBITDA-Marge gemäß q.beyonds M&A-Stragie
von 10-15%. Im gestrigen Earnings Call nannte der Vorstand ein
branchenübliches EBITDA-Multiple für ein Consulting-Geschäft mit eigener IP
von 8-12x, was nach unseren Schätzungen einen Kaufpreis i.H.v. 4,0 - 6,0
Mio. EUR für den Mehrheitsanteil impliziert. Strategisch relevant ist die
Akquisition insbesondere vor dem Hintergrund, dass SAP mit dem Wartungsende
von ECC bis spätestens 2030 auch den Support für die zugehörige
Branchenlösung IS-H einstellen wird. Die Lösung für das Patienten- und
Abrechnungsmanagement wird aktuell von mehr als 20% der Krankenhäuser in der
DACH-Region genutzt. Mit GS-H verfügt GITG über eine proprietäre, auf
S/4HANA basierende Nachfolgelösung, die das Datenmodell von IS-H übernimmt
und Kunden damit eine deutlich einfachere Migration als bei einem Wechsel
auf ein neues Krankenhausinformationssystem ermöglicht. Wir werten die
Akquisition vor dem Hintergrund des strategischen Einstiegs in den
Gesundheitssektor gemäß der Strategie 2028 positiv, da q.beyond mit seinen
Kapazitäten die breite Einführung von GS-H unterstützen und gleichzeitig
Cross-Selling-Potenziale bei den GITG-Kunden erschließen kann, auch wenn das
Transaktionsmultiple signifikant über dem historischen Durchschnitt der QBY
liegen dürfte.
Fazit: Die operative Entwicklung blieb etwas hinter unseren Erwartungen
zurück und führte zu einer Guidance-Senkung, die über die Belastungen aus
dem laufenden Transformationsprogramm hinausgeht. Gleichzeitig sehen wir
weiterhin attraktives Marktpotenzial durch die zunehmende Orchestrierung von
KI-Agenten und Workflows sowie die anhaltend hohe Nachfrage im SAP-Umfeld.
Zudem dürfte die Aktie durch das in Kürze erwartete Rückkaufangebot gestützt
werden. Wir bestätigen die Kaufempfehlung mit einem reduzierten Kursziel von
5,50 EUR (zuvor: 6,00 EUR).
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss
bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /
HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++
Über Montega:
Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem
Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch
zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren.
Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige
Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende
Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission:
Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im
Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene
Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten
beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter,
Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im
Nebenwertebereich auf der anderen Seite.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=e58be841c7b304d2f99cc24439abd504
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Montega AG - Equity Research
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