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Verdi lehnt Arbeitgeber-Angebot für Seehäfen-Beschäftigte ab

14.08.2026
um 16:22 Uhr

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) lehnt ein Arbeitgeberangebot für die Beschäftigten in den deutschen Seehäfen ab. Die Gewerkschaft stützt sich auf eine Befragung unter den Beschäftigten, wie sie mitteilte. Mehr als 6.100 Arbeitnehmer hätten sich daran beteiligt und die Mehrheit halte das Angebot des Arbeitgeberverbands nicht für ausreichend.

Die erste Verhandlungsrunde hatte im Juli in Bremen begonnen. Verdi fordert für die rund 11.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Emden, Brake und Wilhelmshaven 8,2 Prozent höhere Stundenlöhne als bislang. Der Vertrag soll nach Vorstellung von Verdi ein Jahr lang laufen.

Die Arbeitgeber, die vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) in Hamburg vertreten werden, hatten in der ersten Runde ein Angebot vorgelegt und dieses in der zweiten erhöht. Der ZDS bietet unter anderem einen Anstieg der Stundenlöhne um 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten. Verdi teilte mit, eine Laufzeit von 19 Monaten sei vielen Beschäftigten zu lang.

Der Gewerkschaft zufolge gibt es noch keinen neuen Verhandlungstermin. "Wir wollen weiter verhandeln, möglichst rasch, und warten nur auf ein entsprechendes Signal der Arbeitgeber", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch. Gleichzeitig drohte Krisch mit Warnstreiks.

Der ZDS kritisierte die Entscheidung der Gewerkschaft, das Angebot abzulehnen. "Die Ablehnung dieses Angebots verkennt aus Sicht des ZDS die gegenwärtige wirtschaftliche Realität", teilte der Verband mit./lkm/DP/mis