Börse Stuttgart: Amazon baut Drohnen-Netz aus, Daimler Truck investiert in USA
EUWAX Trends 19.08.2026, 15:00 Uhr | Richard Dittrich
Amazon liefert per Drohne in 500 Städte
Amazon weitet seinen Lieferdienst Prime Air bis Jahresende auf rund 500 US-Städte aus. Das gab der Konzern am 18. August bekannt. Bisher ist der Drohnendienst in sieben Bundesstaaten aktiv. Pakete bis rund 2,3 Kilogramm sollen innerhalb von 30 Minuten beim Kunden ankommen. Parallel erhöhte Amazon seine geplante Investition in Rechenzentren im Nordwesten von Louisiana auf 18 Milliarden US-Dollar - sechs Milliarden mehr als im Februar angekündigt.
Die Amazon-Aktie notiert an der Börse Stuttgart bei 224,50 Euro (19.08., 15:03 Uhr).
An der Börse Stuttgart kaufen Anleger einen Discount-Call-Optionsschein auf Amazon (WKN MK9ZTY). Der Basispreis liegt bei 260 US-Dollar, der Cap bei 285 US-Dollar. Bewertungstag ist der 18. Dezember 2026. Bei einem Kurs von umgerechnet rund 258 US-Dollar liegt die Aktie knapp unter dem Basispreis - der Optionsschein ist damit aktuell aus dem Geld. Der maximale Auszahlungsbetrag beträgt 2,50 US-Dollar je Optionsschein (Bezugsverhältnis 0,10). Ob daraus ein Gewinn entsteht, hängt vom Einstandspreis ab. Liegt der maßgebliche Bewertungspreis am Bewertungstag auf oder unter dem Basispreis von 260 US-Dollar, verfällt der Optionsschein wertlos. Zudem besteht ein Währungsrisiko, da der Basiswert in US-Dollar notiert, das Produkt aber in Euro gehandelt wird.
Daimler Truck baut neues US-Werk, hebt Prognose an
Daimler Truck North America hat am 6. August den Bau einer neuen Fabrik in den USA angekündigt. Der Konzern prüft mehrere mögliche Standorte. Baubeginn soll Ende 2026 sein, die Produktion 2029 starten. DTNA-Chef John O'Leary bezeichnete die geplante Anlage als Bekenntnis zur Zukunft des nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkts. Einen Tag später hob der Lkw-Hersteller seine Jahresprognose an: Das bereinigte Konzern-EBIT soll 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro erreichen. Zuvor hatte das Unternehmen 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Den Ausschlag gab laut Vorstandschefin Karin Rådström ein stärkeres Nordamerika-Geschäft mit nachlassenden Zollbelastungen. Zudem kündigte der Konzern eine zweite Aktienrückkauf-Tranche von bis zu 1,1 Milliarden Euro an.
An der Börse Stuttgart steht die Daimler-Truck-Aktie bei 45,50 Euro (19.08., 14:58 Uhr). Das entspricht einem Plus von rund 1,4 Prozent gegenüber dem Vortag. An der Börse Stuttgart schloss die Aktie am 18. August bei 44,87 Euro.
Ebenfalls gefragt ist ein Knock-out-Call (Open End Turbo) auf Daimler Truck (WKN MN574M). Der Abstand zur Knock-out-Barriere bei 35,66 Euro beträgt aktuell rund 21 Prozent. Berührt oder unterschreitet die Aktie diese Schwelle zu irgendeinem Zeitpunkt während der Laufzeit, verfällt das Produkt wertlos. Ein Gewinn hängt davon ab, zu welchem Preis der Anleger eingestiegen ist.
Wolters Kluwer: KI-Tool in 2.500 US-Kliniken
Rund 2.500 Krankenhäuser und Gesundheitssysteme in den USA setzen inzwischen auf UpToDate Expert AI von Wolters Kluwer. Das entspricht mehr als 90 Prozent aller Enterprise-Kunden des Unternehmens, wie Wolters Kluwer am 6. August mitteilte. Die Lösung liefert Ärzten KI-gestützte Therapieempfehlungen und seit Kurzem auch Dosierungshinweise für Medikamente. International ist das Tool an mehr als 230 Standorten in 36 Ländern im Pilotbetrieb. Ebenfalls Anfang August gab der niederländische Fachverlag die Übernahme des europäischen Steuer-Softwareanbieters Marosa bekannt. Der Kaufpreis: 112 Millionen Euro in bar.
Die Wolters-Kluwer-Aktie wird an der Börse Stuttgart zu 68,88 Euro gehandelt (19.08., 15:02 Uhr). Auf Monatssicht hat das Papier rund 11 Prozent zugelegt.
Gehandelt wird an der Börse Stuttgart auch ein Knock-out-Call (Open End Turbo) auf Wolters Kluwer (WKN MN9K89). Die Knock-out-Barriere liegt bei 54,55 Euro, der Abstand beträgt aktuell rund 21 Prozent. Fällt die Aktie auf oder unter diese Marke, verfällt das Produkt wertlos. Ob daraus ein Gewinn entsteht, hängt vom Einstandspreis ab.
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