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ROUNDUP/Gegen Intesa: Monte dei Paschi will BPM und Banca Generali kaufen

21.08.2026
um 11:46 Uhr

SIENA/TRIEST/TURIN (dpa-AFX) - Der Fusionspoker unter italienischen Banken geht in die nächste milliardenschwere Runde. Die einstige Krisenbank Monte dei Paschi die Siena (MPS) will für 34 Milliarden Euro in eigenen Aktien gleich zwei andere Institute kaufen und ihre eigene Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo verhindern. Am Freitag kündigte MPS dazu Gebote für Banco BPM und Banca Generali an. An der Börse lösten die Neuigkeiten aber keine größeren Bewegungen aus.

Die MPS-Aktie lag am Vormittag in Mailand nahezu unverändert bei 13,69 Euro. Das BPM-Papier verlor 0,2 Prozent und die Aktie der Banca-Generali knapp zwei Prozent. Für Intesa Sanpaolo ging es um rund ein halbes Prozent aufwärts.

Experten zufolge dürfte es MPS schwerfallen, auch nur einen der beiden Übernahmepläne zum Erfolg zu führen. MPS-Chef Luigi Lovaglio beeilte sich denn auch zu erklären, das die Gebote nicht voneinander abhängig seien. Sprich: MPS würde sich freuen, auch nur eine der beiden Banken zu erwerben.

Für Banco BPM will MPS eigene Aktien bieten, die die umworbene Bank mit 25,3 Milliarden Euro bewerten. Die zeitgleich angekündigte Aktien-Offerte für Banca Generali summiert sich auf 8,7 Milliarden Euro. Die Banca Generali gehört mehrheitlich dem gleichnamigen italienischen Versicherer.

Lovaglio versucht mit den milliardenschweren Offerten die drohende Übernahme von MPS durch Intesa Sanpaolo zu verhindern. Die Bank aus Turin hatte Anfang Juni ein Übernahmeangebot für MPS vorgelegt. Sie bietet gut 30 Milliarden Euro in bar und in eigenen Aktien für das Institut aus Siena. Lovaglio hatte zur Abwehr versucht, mit Banco BPM eine Fusion auf Augenhöhe hinzubekommen, war damit jedoch gescheitert.

Die MPS-Aktionäre will Lovaglio jetzt auch mit einer Sonderdividende von vier Milliarden Euro für sein Vorhaben gewinnen. Damit will er sie davon abbringen, ihre MPS-Anteile an Intesa zu verkaufen. Die Dividende soll teilweise aus Bargeld und teilweise aus Aktien des Versicherers Generali bestehen, die der Bank aus Siena gehören. Die Anteilseigner sollen dem Vorhaben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. Oktober zustimmen.

Eine Übernahme von Monte dei Paschi durch Intesa wäre der größte Deal in der seit 2024 anhaltenden Fusionswelle unter Italiens Geldhäusern. Im vergangenen Jahr hatte Monte dei Paschi selbst ihre Konkurrentin Mediobanca übernommen, und Banco BPM kaufte den Vermögensverwalter Anima.

Sollte es zu einer Übernahme durch Intesa kommen, würde Monte dei Paschi keineswegs ganz in dem Turiner Geldhaus aufgehen: Um kartellrechtlichen Bedenken vorzubeugen, will Intesa die Marke Monte dei Paschi, rund die Hälfte von deren Filialen, den Großteil der Konzernzentrale und weitere Vermögenswerte an den Versicherer Unipol verkaufen, wie es im Juni hieß./stw/err/stk

Banca Generali S.p.A.

WKN A0LCVJ ISIN IT0001031084
Banca Generali S.p.A. Chart
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Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A.

WKN A3DU7S ISIN IT0005508921
Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A. Chart
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Banco BPM S.p.A.

WKN A2DJF1 ISIN IT0005218380
Banco BPM S.p.A. Chart
Banco BPM S.p.A. Chart

Generali S.p.A.

WKN 850312 ISIN IT0000062072

Intesa Sanpaolo S.p.A.

WKN 850605 ISIN IT0000072618