FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften auch am Dienstag vorsichtig bleiben vor womöglich wegweisenden Ereignissen im weiteren Wochenverlauf. Dazu zählen Nvidia
Im Iran-Krieg signalisierte die US-Regierung am Vorabend den Wandel hin zu einem "Wirtschaftskrieg", bei dem Teheran komplett von der Weltwirtschaft isoliert werden soll. Im Verlauf des US-Handels, der von schwachen Chipwerten geprägt war, hatte dies die Märkte jedoch kaum bewegt. In Asien war das Bild über Nacht zudem durchwachsen.
Experten bezeichneten die US-Pläne noch als zu unpräzise. "Die entscheidende Frage ist, wie aggressiv die USA Sekundärsanktionen gegen die wichtigsten Handelspartner des Iran - insbesondere China - durchsetzen werden", schrieb die Commerzbank.
Hierzulande treibt die Blockade der Straße von Hormus die Gaspreise in die Höhe. "Aus Anlegersicht dürften höhere Energiekosten die Margen energieintensiver Branchen in Europa belasten und die Wahrscheinlichkeit einer restriktiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiter erhöhen", schrieb am Morgen Deutsche-Bank-Anlagestratege Ulrich Stephan. In Deutschland könnte am Dienstag der Ifo-Index dazu auch neue Indizien für die konjunkturelle Verfassung liefern./tih/mis