FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften auch am Dienstag vorsichtig bleiben vor womöglich wegweisenden Ereignissen im Wochenverlauf. Dazu zählen Quartalszahlen von Nvidia
Der Dax
Im Iran-Krieg deutete die US-Regierung am Vorabend den Wandel hin zu einem "Wirtschaftskrieg" an, bei dem Teheran komplett von der Weltwirtschaft isoliert werden soll. Im Verlauf des US-Handels, der von schwachen Chipwerten geprägt war, hatte dies die Märkte kaum bewegt. In Asien war das Bild über Nacht zudem durchwachsen.
Experten bezeichneten die US-Pläne noch als zu unpräzise. "Die entscheidende Frage ist, wie aggressiv die USA Sekundärsanktionen gegen die wichtigsten Handelspartner des Iran - insbesondere China - durchsetzen werden", schrieb die Commerzbank.
Hierzulande treibt die Blockade der Straße von Hormus die Gaspreise in die Höhe. "Aus Anlegersicht dürften höhere Energiekosten die Margen energieintensiver Branchen in Europa belasten und die Wahrscheinlichkeit einer restriktiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiter erhöhen", schrieb am Morgen Deutsche-Bank-Anlagestratege Ulrich Stephan.
Veröffentlicht wird am Vormittag der Ifo-Index, der als wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer gilt. Die Ökonomen der Landesbank Helaba rechnen mit einem weiteren Anstieg, auch wenn das Februarniveau vor dem Nahost-Krieg noch nicht wieder erreicht werden dürfte. "Die Verbesserung der Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft ist positiv zu sehen, allerdings besteht zu Euphorie kein Anlass", so die Experten. Dürre und Niedrigwasser sowie die anhaltenden geopolitischen Risiken auch mit den erhöhten Ölpreisen blieben als Belastungsfaktoren bestehen.
Vor den Nvidia-Zahlen versuchen sich Chipwerte am Dienstag nach ihrem schwachen Vortag zu stabilisieren. Infineon
Auch Siemens Energy
Der Arzneihersteller Dermapharm
Für die Titel des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer