NEW YORK (dpa-AFX) - NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro
Als Euro-Stütze erwiesen sich besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im August den vierten Monat in Folge und zudem stärker als von Analysten erwartet. Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Lageeinschätzungen wurden positiver bewertet.
"Die Zuversicht unter den Unternehmen in Deutschland hat zugenommen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs könne sich die deutsche Wirtschaft weiter erholen.
"Insgesamt sind die konjunkturellen Perspektiven in Deutschland solide, der Ausblick bleibt jedoch vor dem Hintergrund des anhaltenden Nahost-Konflikts und der hohen Energiekosten unsicher", schrieb Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Dürre und Niedrigwasser stellen ebenfalls Belastungsfaktoren dar."
Die Daten sprechen aber tendenziell für eine Leitzinserhöhung durch die EZB im September. An den Märkten ist eine Leitzinserhöhung bereits fast vollständig eingepreist. Zudem ist das deutsche Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal höher ausgefallen als in einer ersten Schätzung ermittelt.
Auch die zuletzt deutlich gesunkenen Ölpreise stützten den Euro etwas. Eine mit Spannung erwartete Rede des US-Finanzministers Scott Bessent hatte am Montagabend keine konkreten Maßnahmen erwähnt, mit denen die USA den Kriegsgegner Iran stärker unter Druck setzen wollen. Zuvor hatte Washington von einem "Wirtschaftskrieg" gegen das Land gesprochen und damit gedroht, den Iran komplett von der Weltwirtschaft zu isolieren.
"Die von US-Präsident Donald Trump großspurig angekündigten weitreichenden Sanktionen gegen den Iran blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück", kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank. Vielmehr habe Bressent auf die Verkündung von Sekundärsanktionen gegen Käufer von iranischem Öl verzichtet. Diese stünden lediglich weiter als Drohung im Raum. Die Experten der Dekabank vermissten konkrete Maßnahmen zu Trumps Drohungen gegen den Iran ebenso wie Einzelheiten zur beabsichtigten Konsolidierung des US-Haushalts./jsl/gl/he