FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme verhelfen am Mittwoch den Qiagen-Aktien nach zuletzt zwei schwachen Handelstagen wieder nach oben. Mit einem Anstieg um 2,8 Prozent auf 37,75 Euro kehrten sie in ihren Aufwärtstrend zurück, der im Mai begonnen hatte. In dieser Woche hatte dieser zuletzt auf der Kippe gestanden.
Das Unternehmen hatte im Frühjahr bestätigt, mithilfe von Banken als Berater strategische Optionen auszuloten. Diese Suche soll jetzt unter dem neuen Konzernchef Jonathan Pratt weitergeführt werden, wie Qiagen erst zu Wochenbeginn mitteilte. Die Aktien hatten am Montag und Dienstag aber zunächst nachgegeben, nachdem Qiagen den Nachfolger von Thierry Bernard an der Konzernspitze verkündet hatte. Davor hatten sie mit 39,40 Euro ein Hoch seit Anfang März erreicht.
Im Juli hatten bereits Berichte aus informierten Kreisen den Kurs beflügelt, laut denen Interesse von Finanzinvestoren besteht. Ein Händler verwies aktuell auf weitere Medienberichte, wonach die Finanzinvestoren EQT und KRR im Rahmen von Übernahmegesprächen jetzt eine eingehende Prüfung des Unternehmens (Due Dilligence) eingeläutet haben sollen. Zugleich wurde ein Verkaufspreis von 50 US-Dollar je Aktie genannt, in Euro umgerechnet wären dies derzeit 42,84 Euro. Gespräche über eine Offerte in diesem Preisbereich seien nicht neu, ergänzte der Börsianer. Sie würden aber offenbar nun konkreter. Qiagen wollte die Gerüchte nicht bestätigen.
Pratt soll den Chefposten bei dem Labordienstleister und Diagnostikkonzern. ab 1. September übernehmen. Mit dem bisherigen Chef der Filtration Group gewinne Qiagen eine Führungskraft mit Erfahrung in der Steuerung von Übernahmeangelegenheiten, hieß es von Qiagen. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber hatte er diesen Prozess bis zum Vollzug des Verkaufs an Parker-Hannifin