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Krisengespräche bei VW - kein Termin in Dresden

27.08.2026
um 13:13 Uhr

DRESDEN (dpa-AFX) - Anders als zunächst vorgesehen findet am Dresdner VW -Standort keine außerordentliche Betriebsversammlung statt. Auf den zuvor für den Nachmittag angekündigte Termin verzichte man im Einvernehmen zwischen dem Betriebsrat, der Geschäftsführung in der sächsischen Landeshauptstadt sowie dem Konzernvorstand in Wolfsburg, teilte Betriebsratssprecher Heiko Lossie mit. Die "Sächsische Zeitung" hatte zuvor berichtet.

"Kein akuter Informationsbedarf"

Der Entfall sei "ein Ausweis für den erfreulichen Umstand, dass zumindest in der Gläsernen Manufaktur derzeit kein akuter Informationsbedarf in der Belegschaft besteht", so Lossie. Der Konzernvorstand hatte sich demnach grundsätzlich zu einem Termin in Dresden bereiterklärt, man habe dann aber verzichtet. Die nächste reguläre Betriebsversammlung findet den Angaben nach in wenigen Wochen statt.

In Dresden produziert VW bereits seit Ende letzten Jahres keine Autos mehr. Nach 24 Jahren Serienproduktion rollte im Dezember der letzte Wagen vom Band. In dem zentral gelegenen Glasbau entsteht in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden ein Innovationscampus. Die 230 Beschäftigten sollen ihren Arbeitsplatz vorerst behalten. Die Gläserne Manufaktur galt einst als Prestigeprojekt von VW und wurde 2001 mit dem VW-Oberklasse-Modells Phaeton eröffnet.

Zukunft mehrerer Werke offen

Der VW-Vorstand hatte am Dienstag eine Standorte-Tour begonnen. Nach Ankündigung von Vorstandschef Oliver Blume, den Sparkurs zu verschärfen, wird beim größten Autobauer Europas um Zehntausende zusätzliche Jobs und vier Standorte gebangt.

Nach dem Auftakt in Wolfsburg und Besuchen in den als bedroht geltenden Werken in Emden und Zwickau fand am Vormittag eine außerordentliche Betriebsversammlung im Motorenwerk in Chemnitz statt. Zu den Inhalten gab es zunächst keine Informationen./jbl/DP/mis

Volkswagen AG Vz.

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