SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der US-Softwareanbieter Salesforce
Für die Aktie ging es zuletzt im vorbörslichen US-Handel am Donnerstag um elf Prozent nach oben. Damit setzte sie ihre jüngste Erholungsrally fort. Seit Jahresbeginn liegt der Kurs aber noch ein Fünftel im Minus.
Analyst Rishi Jaluria von der kanadischen Bank RBC attestierte dem Software-Entwickler solide Zahlen. Während der Umsatz etwa im Rahmen der Erwartungen liege, hätten abseits von Sondereffekten die operative Marge und das Ergebnis je Aktie die Konsensschätzungen übertroffen. Zuversichtlich stimmten die Aussagen des Unternehmens hinsichtlich einer Beschleunigung im zweiten Halbjahr, so der Experte.
Es gebe keine Sommerflaute beim SAP-Konkurrenten, schrieb Branchenexperte Brent Thill vom Analysehaus Jefferies und verwies dabei auf die erste positive Überraschung bei den vertraglich abgesicherten Umsätzen (CRPO) seit drei Quartalen. Die Anleger seien damit hinsichtlich einer Beschleunigung im zweiten Geschäftshalbjahr beruhigt worden. Auch der Tenor sei optimistischer geworden, so der Analyst.
Im Ende Juli abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal steigerte Salesforce den Umsatz im Jahresvergleich um 11 Prozent auf gut 11,3 Milliarden Dollar. Davon blieben 34,1 Prozent als bereinigter operativer Gewinn hängen. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3,5 Milliarden Dollar, fast 90 Prozent mehr als vor einem Jahr.
"Wir haben eines unserer besten Quartale aller Zeiten hinter uns", sagte Benioff laut Mitteilung. "KI schafft Mehrwert auf allen Ebenen unserer Plattform. Wir verzeichnen eine unglaubliche Nachfrage nach unseren KI- und Datenprodukten." In der Pressekonferenz wischte er zudem vehement Befürchtungen vom Tisch, mit dem Einzug Künstlicher Intelligenz dürften Kunden Salesforce-Produkte ganz aufgeben oder zumindest niedrigere Preise aushandeln. Stattdessen liege die Fluktuationsrate in der Kundschaft aktuell auf einem Rekordtief, und die Vertragsbedingungen besserten sich für Salesforce, hob der Manager hervor.
Für das Gesamtjahr stellt der SAP
Salesforce kündigte zudem eine erweiterte Partnerschaft mit dem KI-Entwickler Anthropic an. Salesforce-Produkte sollen demnach in dessen KI-Model Claude integriert werden. Dadurch könnten Vertriebsmitarbeiter über die KI-Anwendung auf Informationen über ihre Kunden und Verkaufszyklen zugreifen.
Im Juni hatte Salesforce angekündigt, das KI-Startup Fin für 3,6 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Die Transaktion soll dem Unternehmen helfen, seine KI-Angebote im Kundenservice auszubauen./mis/he/err/tav/stk