KÖLN (dpa-AFX) - Seit mehr als drei Jahrzehnten sind die Dramen und Wirrungen rund um die fiktive Schillerallee bei RTL
Der Entschluss sei Teil der strategischen Weiterentwicklung des Nachmittags- und Vorabendprogramms, hieß es von RTL. Den Ausschlag hätten "veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für tägliche fiktionale Programme, die Entwicklung der Nutzung sowie die zukünftige Ausrichtung der Programmstrecke" gegeben.
Der frühere "Unter uns"-Star Stephen Dürr, der in den Anfangsjahren der Serie mit dabei war, drückte sein Bedauern aus. "Das macht mich traurig", schrieb er auf Instagram. Bei "Unter uns" habe alles für ihn angefangen. "Dort bin ich durch gute Zeiten und schlechte Zeiten gegangen. Schade." Er stellte in einer Instagram-Story die Frage, ob jemals wieder ein neues Fiction-Format "so eine Fläche" bekommen werde. "Ich glaube eher nicht", schrieb Dürr.
Ist das das Ende für "Unter uns"?
"Unter uns" zählt zu den langjährigsten Serien im deutschen Fernsehen. Seit November 1994 ist die Soap werktags im RTL-Nachmittagsprogramm zu sehen - nur "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (GZSZ), das bereits seit 1992 bei RTL zu sehen ist, läuft noch länger. Fast 8.000 Folgen sind von "Unter uns" bislang in Köln gedreht worden.
Das Ende von "Unter uns" muss die Entscheidung von RTL jedoch nicht bedeuten: Die Produktionsfirma Ufa Serial Drama betrachtet die Serie weiterhin als starke fiktionale Marke mit hohem Bekanntheitsgrad und Erzählpotenzial. Das Unternehmen prüft den Angaben zufolge daher, welche Perspektiven es für die Zukunft der Serie gibt.
""Unter uns" ist weit mehr als eine tägliche Serie", erklärte Ufa-CEO Sascha Schwingel. "Die Schillerallee ist seit über 30 Jahren ein Ort für Figuren, Themen und Geschichten, die Menschen bewegen und begleiten. Diese Geschichten sind für uns noch lange nicht auserzählt."/trs/DP/stk