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Pokal-Abend des BVB in Hamburg: 'Hat man in der Form selten'

02.09.2026
um 06:48 Uhr

HAMBURG (dpa-AFX) - Der ohnehin schon außergewöhnliche Pokal-Abend endete auch noch mit einer absoluten Seltenheit. Nach gemeinsamer Ehrenrunde im Hamburger Volksparkstadion stellten sich die Amateur-Fußballer des Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club (HEBC) zusammen mit den Profis von Borussia Dortmund zum Gruppenbild auf.

"Das Ergebnis war sekundär. Ich finde, was während des Spiels abgelaufen ist beziehungsweise nach dem Spiel, das hat man in der Form selten gesehen", sagte BVB-Trainer Niko Kovac nach dem 5:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Hamburger Oberligisten. "Deswegen freue ich mich, dass wir heute alle Zeitzeugen geworden sind."

Fünf Gegentore und dennoch gute Stimmung

Dass der Sieg gegen die lange mutigen Hamburger nach einem HEBC-Eigentor und den Treffern von Daniel Svensson (36.), Samuele Inacio (41./45.+2) sowie Fabio Silva (59.) deutlich ausfiel, war zu erwarten. Dennoch war die Stimmung großartig auf beiden Seiten. "Ich finde, wenn man als Amateurverein einmal die Chance hat, DFB-Pokal zu spielen, ungefähr so muss man das ausleben, wie es HEBC gemacht hat", sagte Trainer Philipp Obloch.

Die 45.917 Zuschauern in der Heimstätte des Dortmunder Liga-Konkurrenten Hamburger SV sorgten nicht nur für einen einzigartigen Rahmen, sondern auch für einen Rekord: Noch nie gab es so viele Menschen bei einem DFB-Pokal-Spiel mit Beteiligung eines Fünftligisten.

Der HSV-Angestellte mit dem Eigentor

An diesem Abend gingen alle mit einem Lächeln vom Platz, auch Janek Wrede. Der 33 Jahre alte Kapitän der Hamburger hatte nach etwas mehr als einer halben Stunde den Dortmunder Torreigen mit einem Eigentor eröffnet - und das an seinem Arbeitsplatz. Wrede arbeitet in der Scouting-Abteilung des Hamburger SV.

"Jedes Spiel braucht einen Dosenöffner. Ich glaube, in so einem Pokalspiel ist das ein Eigentor oder nach Standards. Und ich habe mich erbarmt, den Ball rüberzubringen", sagte er. Nicht nur wegen seines Missgeschicks bleibe der Abend für ihn in Erinnerung, versicherte Wrede. "Unfassbare Eindrücke für jeden hier. Ich glaube auch für ganz viele Zuschauer, die nicht so häufig im Volksparkstadion sind", meinte Wrede. "Ein Top-Abend."

Nur eines war ihm auf die Schnelle nicht gelungen. Die meisten seiner Teamkollegen hatten sich nach dem Schlusspfiff Trikots von den Dortmundern gesichert. Er stand in den Katakomben noch ohne da. "Vielleicht fällt noch eins vom Laster", meinte er mit einem Lachen./clu/DP/zb

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