FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Belastet wurde der Euro durch einen robusten US-Arbeitsmarktbericht. Kurzzeitig fiel der Euro auch unter 1,16 Dollar. Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Dies erhöht laut Ökonomen die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Anhebung des Leitzinses durch die US-Notenbank Fed. Der Euro machte jedoch seine Verluste zum großen Teil wieder wett.
"Die US-Notenbank muss mithin nicht befürchten, dass der Arbeitsmarkt in eine Krise rutscht", kommentierte LBBW-Volkswirt Elmar Völker. Die Währungshüter könnten sich also voll auf die Entwicklung der Inflation konzentrieren. "Das Zünglein an der Waage dürften aber unverändert die Konsumentenpreisdaten für August sein, die in genau einer Woche veröffentlicht werden."
Besser als erwartet ausgefallene Industriedaten aus Deutschland bewegten den Markt kaum. Die deutsche Industrie erhielten im Juli erneut mehr Aufträge als erwartet. Der Anstieg im Juli geht fast ausschließlich auf den sonstigen Fahrzeugbau zurück. Dort führen die staatlichen Investitionen in Verteidigung zu einer Sonderkonjunktur. Ohne die Großaufträge sank der Auftragseingang.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85898 (0,86055) britische Pfund, 181,59 (181,21) japanische Yen und 0,9405 (0,9390) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.428 Dollar. Das waren rund 44 Dollar weniger als am Vortag./jsl/stw