FRANKFURT (dpa-AFX) - Überraschend robuste Jobdaten aus den USA haben die jüngste Aufwärtsbewegung im Dax
Dabei halfen dem Dax auch die auf hohem Niveau stabilisierten Ölpreise, nachdem diese zuvor wegen des Iran-Kriegs erneut stark gestiegen waren. Auf Wochensicht steht angesichts der vorangegangenen Korrektur vom am Freitag vergangener Woche erreichten Rekordhoch bei 26.618 Zählern aber ein Minus von rund zwei Prozent zu Buche. Der MDax
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "ganz starken" US?Arbeitsmarktbericht. Inklusive der positiven Revisionen der beiden Vormonate seien im August viermal so viele Stellen geschaffen worden wie erwartet. Positiv sei, dass sich das Lohnwachstum nicht beschleunigt habe und somit keinen neuen Druck auf die US-Notenbank Fed ausübe. "Von daher muss dieser unerwartet starke Bericht nicht zwangsläufig zu einer Zinserhöhung führen", ergänzte Altmann.
Außerdem spiele für die Börse eine brummende Konjunktur eine wesentlich größere Rolle als die Zinssorgen, betonte Marktstratege Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets: "Viele Beschäftigte helfen der US-Wirtschaft mehr, als ihr eine Zinserhöhung schadet, so die Argumentation."
Ohnehin hätten die kommende Woche anstehenden US-Inflationsdaten etwas mehr Bedeutung als der Jobbericht, schrieb Consorsbank-Chefmarktanalyst Jochen Stanzl. Mehrere Fed-Gouverneure hätten zuletzt darauf verwiesen, "diese abwarten zu wollen, um zu entscheiden, ob sie sich für einen Zinsschritt im September aussprechen werden oder nicht". Sie machten zudem Anzeichen einer nachlassenden Inflation aus./niw/zb