US-Anleihen: Kursverluste - Gestiegene Ölpreise belasten
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch nachgegeben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,25 Prozent auf 107,05 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg auf 4,84 Prozent.
Belastet wurden die Anleihen von den deutlich gestiegenen Rohölpreisen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte erstmals seit Ende 2022 über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Auch der US-Ölpreis WTI stieg deutlich an. So wurden die Inflationserwartungen wieder angeheizt. Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormus eskaliert aufs Neue und treibt die Ölpreise nach oben.
Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon. Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit "schweren Raketenangriffen" auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien.
Am Freitag werden in den USA Inflationszahlen veröffentlicht. Diese werden wichtige Impulse für die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche liefern. Am Markt wird eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen. US-Präsident Donald Trump hat hingegen zuletzt wieder Leitzinssenkungen gefordert. /jsl/nas