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Devisen: Euro legt zum US-Dollar zu - EZB-Zinserhöhung bewegt kaum

10.09.2026
um 17:24 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag ein wenig nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag bei 1,1628 US-Dollar gehandelt. Das war etwas weniger am Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1616 (Mittwoch: 1,1652) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8608 (0,8582) Euro.

Die EZB hat zum zweiten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen angehoben. "Der Konflikt im Nahen Osten erzeugt weiterhin Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben", erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Der Ausblick sei "nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet".

Die Entscheidung war erwartet worden und sorgte daher nicht für starke Ausschläge. "Vor dem Hintergrund des andauernden Konflikts am Persischen Golf bleiben die Energiepreise hoch", schreibt Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. Am Kapitalmarkt hat man sich darauf eingestellt, dass die Inflationsgefahren nicht so leicht verschwinden.

Entscheidend für den Devisenmarkt dürften die am Freitag anstehenden Verbraucherpreise aus den USA für den Monat August sein. Die US?Notenbank wird am Mittwoch ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Der Markt ist immer noch gespalten und preist eine Chance für eine Zinserhöhung zu rund 70 Prozent ein. Die Inflationszahlen sollten hier eine große Rolle spielen. Höhere Zinsen würden Gold weniger attraktiv machen. Die im August deutlich gestiegenen Erzeugerpreise und die stark steigenden Energiepreise sprechen tendenziell für eine Leitzinsanhebung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85915 (0,85898) britische Pfund, 179,09 (178,59) japanische Yen und 0,9432 (0,9404) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.360 Dollar. Das waren rund 37 Dollar weniger als am Vortag./jsl/nas

LS - EUR/USD

WKN 965275 ISIN EU0009652759