FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben angesichts des Anstiegs der Ölpreise etwas nachgegeben. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future
Die Renditen haben zuletzt einen Höhenflug hingelegt. Die Verschärfung der Lage im Nahen Osten und die stark gestiegenen Rohölpreise treiben die Inflationserwartungen an. Am Freitag beruhigte sich die Lage bei den Ölpreisen nur vorübergehend. Am Montag legten die Ölpreise wieder merklich zu.
Das für heute geplante Außenministertreffen der Golfstaaten zur Straße von Hormus ist nach Angaben aus Teheran wegen der Eskalation im Jemen verschoben worden. "Saudi-Arabien hat darum gebeten, dass diese Sitzung nicht stattfindet", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai in Teheran. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die jüngsten Entwicklungen im Jemen dabei eine Rolle gespielt hätten. Einen Alternativtermin gibt es nicht. Die Verschiebung trieb die Ölpreise wieder nach oben.
Die steigenden Rohölpreise schüren die Erwartung auf Leitzinsanhebungen. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) bereits in der vergangenen Woche die Zinsen erhöht.
Die Finanzmärkte schauen jetzt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank an diesem Mittwoch. "Die US-Verbraucherpreise haben die Erwartung einer Anhebung der Leitzinsspanne durch die Fed an diesem Mittwoch gefestigt", schreiben die Experten der Dekabank. So wird auch an den Finanzmärkten mittlerweile eine Zinserhöhung ganz überwiegend erwartet. "Der Druck auf die Fed ist damit hoch - bliebe die Anhebung aus, leidet die Glaubwürdigkeit, was eine negative Marktreaktion nach sich zöge", schreibt die Dekabank.
Im weiteren Tagesverlauf werden weder in der Eurozone noch in den USA marktbewegende Konjunkturdaten veröffentlicht./jsl/men