FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Konjunkturdaten aus Deutschland bewegten den Anleihemarkt kaum. Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im September nur minimal verbessert. Volkswirte hatten im Schnitt einen deutlicheren Anstieg erwartet. "Allerdings dürften sich die jüngsten Anstiege der Öl- und Gaspreise noch nicht vollständig in den Umfrageergebnissen widerspiegeln", schreibt Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg. "Nachdem sich die deutsche Konjunktur in der ersten Jahreshälfte überraschend robust zeigte, könnten diese Gegenwinde die Erholung im dritten Quartal zunächst ausbremsen."
Die Augen der Anleger richten sich derzeit auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Am Markt ist eine Leitzins-Erhöhung inzwischen zu gut 90 Prozent eingepreist. Die zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise dürften eine Anhebung noch wahrscheinlicher gemacht haben, da so die Inflationserwartungen immer weiter steigen.
Für Verunsicherung sorgen aber weiterhin die Lage im Nahen Osten und die Ölpreisentwicklung. Eine Entspannung und eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus sind weiterhin nicht in Sicht. Die Ölpreise legten erneut zu. Der Dollar als Weltleitwährung profitierte tendenziell von der angespannten Lage.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85580 (0,85598) britische Pfund, 178,86 (178,52) japanische Yen und 0,9441 (0,9431) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.285 Dollar. Das waren rund 13 Dollar weniger als am Vortag./jsl/nas