LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis
Damit ist die jüngste Erholungsphase nach dem Ende Juni erreichten Jahrestief von rund 3.940 US-Dollar wieder beendet. Ende August war der Goldpreis wieder auf knapp 4.700 Dollar gestiegen. Seitdem geht es vor allem wegen der steigenden Zinsen wieder abwärts.
Am Mittwochabend erhöhte die US-Notenbank den Leitzins wie zuvor erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Es ist die erste Leitzinserhöhung seit Sommer 2023. Zudem könnten die Zinsen wegen der anhaltend hohen Inflation im Jahresverlauf noch mal angehoben werden.
Angesichts der aktuellen Teuerungsrate erwarten derzeit 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder mindestens eine Erhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte). Unter diesen können sich vier eine noch weitreichendere Straffung vorstellen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für 2027 ab: 14 Mitglieder erwarten für das Jahr einen Leitzins von 4,00 bis 4,25 Prozent, eine knappe Mehrheit davon rechnet mit 4,25 bis 4,5 Prozent. Höhere Zinsen machen Gold für Anleger weniger attraktiv.
Mit der nach der US-Zinsentscheidung forcierten jüngsten Korrektur rutschte der Goldpreis im bisherigen Jahresverlauf leicht ins Minus. Seit dem Ende Januar erreichten Rekordhoch ging es um etwa ein Viertel nach unten.
Damals hatte der Goldpreis nach einer für die Anlageklasse beispiellosen Rally, innerhalb der sich der Kurs in etwas mehr als zwei Jahren in etwa verdreifacht hat, das Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar erreicht. Grund für den starken Anstieg waren unter anderem Kriege, Handelskonflikte, sinkende Zinsen, hohe Staatsschulden und Zentralbankkäufe./zb/jsl/nas