STUTTGART (dpa-AFX) - Mercedes-Benz
Deutschland dümpele bei der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Rest der Welt rum. "Wir sind schlecht, und wenn man schlecht ist, muss man schauen, dass man von seinen früheren Privilegien wieder Abstand nimmt und sich wettbewerbsfähig macht", sagte Dudenhöffer. Sonst verliere man die Industrie und mit ihr die Jobs.
Mercedes-Benz: "Für das gleiche Geld mehr arbeiten"
Der Stuttgarter Autobauer hatte zuletzt eine grundsätzliche Diskussion über Arbeitszeiten entfacht. Aufsichtsratschef Martin Brudermüller regte in einem Interview mit dem "Handelsblatt" die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche an - für dasselbe Gehalt. In Augen des Mercedes-Vorstands muss die Arbeitsstunde günstiger werden. "Der direkteste und in unseren Augen fairste Weg: Wir sollten in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr arbeiten", teilte der Vorstand den Beschäftigten in Deutschland Ende Juni in einem Schreiben mit.
Angesprochen auf mögliche Werksschließungen bei Mercedes-Benz in Deutschland, sagte Dudenhöffer, er glaube nicht, dass man über Nacht ein Werk schließt, "sondern dass es Stück für Stück kleiner gemacht wird und dann irgendwann so klein ist, dass man es schließt".
Mercedes-Produktionsvorstand Michael Schiebe hatte kürzlich die Schließung von zwei Werken in Deutschland angekündigt, wenn die Kosten in Deutschland nicht reduziert werden. Wobei es laut Schiebe das klare Ziel sei, alle Standorte in Deutschland zu erreichen.
In Baden-Württemberg baut Mercedes-Benz in Sindelfingen und Rastatt Autos zusammen. Zudem befindet sich etwa in Stuttgart-Untertürkheim ein großer Standort, wo Komponenten für das Auto hergestellt werden.
Mercedes hat in den vergangenen Jahren Gewinneinbrüche und Rückgänge beim Absatz verzeichnet. Um wieder profitabler zu werden, hat das Unternehmen ein Sparprogramm ausgerufen./rwi/DP/zb