NEW YORK (dpa-AFX) - Nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone ist der Kurs des Euro
Zuletzt konnte sich der Euro wieder etwas erholen und notierte bei 1,1342 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1355 (Montag: 1,1378) Dollar fest.
Belastet wurde der Euro durch eine unerwartet schwache Wirtschaftsstimmung in der Eurozone. Der Economic Sentiment Indicator fiel im September, während Analysten einen weiteren Anstieg erwartet hatten. Der Dämpfer geht vor allem auf einen Rückgang des Konsumklimas zurück.
Im weiteren Handelsverlauf stützten zum einen überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA den Euro etwas. Im September hatte sich die Stimmung der Verbraucher deutlich eingetrübt und den tiefsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft werde von den Konsumenten überwiegend pessimistisch eingeschätzt, sagte Dana Peterson, Chefvolkswirtin des Forschungsinstituts Conference Board. Mit ausschlaggebend seien hohe Kosten für Waren und Dienstleistungen gewesen, insbesondere die Preise für Öl- und Gas hätten belastet.
Zum anderen halfen Äußerungen des Präsidenten der New Yorker Fed-Niederlassung dem Euro wieder etwas auf die Sprünge. John Williams sagte, lediglich eine weitere Anhebung des Zielkorridors der Notenbank für den Tagesgeldsatz "könnte gegen Ende dieses Jahres angebracht sein", um die Inflation einzudämmen. Die vom Markt implizierten Erwartungen gingen bislang von mindestens einer Zinserhöhung um einen Viertelpunkt bis zum Jahresende - möglicherweise bereits bei der nächsten Sitzung im Oktober - und von fast drei weiteren Erhöhungen bis Mitte 2027 aus./la/he