FRANKFURT (dpa-AFX) - Teils besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten haben am Mittwoch die Verluste im Dax
In den USA fiel der von der Notenbank Fed bevorzugte Preisindikator PCE im August besser als erwartet aus, allerdings wurde auch die Jahresrate für Juli nach unten revidiert. Die privaten Einkommen stiegen schwächer als prognostiziert. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft stieg indes im September laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP überraschend stark.
Zuvor hatten den Dax schwache Inflationsdaten aus der Eurozone in die Verlustzone gedrückt. Auf die Teuerungsdaten aus Spanien am Vortag waren Daten aus Frankreich, Italien und Deutschland gefolgt. Allesamt liegen weit über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum anstrebt. Daher dürfte die EZB wohl zur Überzeugung kommen, nochmals an der Zinsschraube zu drehen, was der Markt entsprechend einpreise, hieß es seitens der Helaba. "Zum Ende des Jahres sei eine Zinserhöhung vollständig eingepreist, im ersten Quartal eine weitere", schrieben sie.
Am Morgen noch hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur KI-Regulierung sowie positive Konjunkturdaten aus China für gute Stimmung gesorgt. Trump entschärfte nach den Worten von Marktexperte Stephen Innes ein "unmittelbares Risiko für KI-Investments", in dem er nach Beratungen mit Branchenvertretern am Vortag seine Präferenz für freiwillige Selbstverpflichtungen, Selbstregulierung und einen kleinen Aufsichtsausschuss signalisiert habe. Mit Blick auf China erleichterte, dass der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im August knapp über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen war.
Unter den Einzelwerten im Dax zählte die BMW
Schlusslicht im Dax war das Papier der Commerzbank
Im MDax sackte der Anteilsschein von CTS Eventim
Ionos
Im SDax
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---